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Film : Zauberhaft-skurriler Märchenreigen «Unter dem Regenbogen»

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Das Leben ein Märchen - der französische Film «Unter dem Regenbogen - Ein Frühjahr in Paris» entführt seine Zuschauer in eine zauberhafte, romantische Welt. Im Mittelpunkt steht die verwöhnte Laura, die sich in den Komponisten Sandro verliebt.

Eine Liebe wie im Märchen: «Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende». Genau hier beginnt der Film. Rund um das junge Glück hat Agnès Jaoui einen wunderbaren und mitunter surrealen Reigen an Geschichten gesponnen, die allesamt an Märchen erinnern.

Mit viel Schwung, Humor und treffenden Dialogen zeigt die Regisseurin, wie sich die Figuren auf dem Weg zum Glück mit dem ganz banalen Alltag herumärgern müssen. Ihr Kampf mit Neurosen, Ängsten und Eifersüchteleien bietet amüsantes Kinovergnügen auch an trüben Herbsttagen.

Sehenswert ist vor allem Jean-Pierre Bacri. Er hat nicht nur mit Jaoui das Drehbuch geschrieben, wie schon in dem Film «Das Leben ist ein Chanson». Er ist auch als griesgrämiger Pierre zu sehen, der an seinen nahen Tod glaubt und für seine Mitmenschen nur noch bissige Kommentare übrig hat. Jaoui spielt die abgehobene Marianne, eine arbeitslose Schauspielerin, die sich in der Fahrstunde bei Pierre ihren Ängsten stellen muss, dabei allerdings fast in einen Lastwagen rauscht. Nebenbei muss sie sich noch mit ihrem Ex-Mann und ihrer bibelverrückten Tochter herumärgern.

Und dann ist da noch Maxime, ein selbstgefälliger Musikkritiker, der wie Rotkäppchens böser Wolf um die naive Laura herumstreicht und sie mit seinen Verführungskünsten ins Verderben stürzen will. Auch sonst sind die Anklänge an klassische Märchen zahlreich, wenn auch oft die Rollen vertauscht sind. Schneewittchen mit dem Spiegel kommt ebenso darin vor wie Aschenputtel oder die Prinzessin auf der Erbse. Immer wieder erstarrt das Bild auf der Leinwand und gewährt Einblicke wie in alten Märchenbüchern. So ist der Film nicht nur vergnüglich, sondern bietet auch die Möglichkeit, alte Märchen neu zu entdecken.

Unter dem Regenbogen

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erstellt am 14.Okt.2013 | 10:31 Uhr

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