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Film : Torontos Filmfestival startet mit Daniel Brühl

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Daniel Brühl wird beim 38. International Film Festival in Toronto (TIFF) in gleich zwei Weltpremieren zu sehen sein.

shz.de von
erstellt am 04.Sep.2013 | 13:47 Uhr

«The Fifth Estate» eröffnet am Donnerstag (5.9.) offiziell das elftägige Filmspektakel in Kanada. Am Sonntagabend (8.9.) findet die Galavorstellung von «Rush» statt - mit dem 35-jährigen Brühl in der Hauptrolle als Rennfahrer Niki Lauda.

Beide Filme werden von Oscar-Beobachtern wie Filmfans mit Spannung erwartet. Das Festival, bei dem in diesem Jahr 288 Filme und 78 Kurzfilme aus 70 Ländern gezeigt werden, hat sich als zuverlässiges Barometer für die Academy Awards erwiesen. Deutschland reist mit 26 Filmen an, darunter Dokus und Koproduktionen.

Der Auftaktfilm «The Fifth Estate» des Regisseurs Bill Condon («The Twilight Saga - Breaking Dawn») über Wikileaks-Gründer Julian Assange (Benedict Cumberbatch) hat nach den aktuellen Aufdeckungen von Whistleblower Edward Snowden zusätzlich an Brisanz gewonnen. Brühl spielt Assanges früheren Sprecher Daniel Domscheit-Berg. In einer Nebenrolle ist zudem der deutsche Schauspieler Moritz Bleibtreu mit von der Partie.

Für den deutschen Film ist vor allem die Weltpremiere von «Rush» am späten Sonntag (Ortszeit) ein Höhepunkt. Produziert von Regisseur Ron Howard («A Beautiful Mind») und gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW und der MFG Filmförderung erzählt die deutsche Koproduktion von der Rivalität der Formel-1-Legenden James Hunt (Chris Hemsworth) und Niki Lauda (Brühl).

Ebenfalls dabei sind die deutschen Produktionen «Exit Marrakech» von der preisgekrönten Regisseurin Caroline Link, «Die andere Heimat - Chronik einer Sehnsucht» von Edgar Reitz und «Qissa» von Anup Singh.

Insgesamt warten in Toronto in diesem Jahr 146 Weltpremieren auf das Publikum, darunter Regiewerke von Steve McQueen («12 Years a Slave») und John Turturro, dessen «Fading Gigolo» Woody Allen in einer der Hauptrollen zeigt. Mit Spannung erwartet wird auch der Film «Mandela - Long Walk to Freedom», in dem Idris Elba den südafrikanischen Anti-Apartheid-Kämpfer verkörpert.

Anders als in Berlin, Cannes oder Venedig wählt in Kanada nicht eine Jury, sondern das Publikum die Gewinner. Trotzdem gilt das TIFF als ein Oscar-Vorbote. Viele Preisträger räumten später auch in Hollywood ab. «Slumdog Millionär» begann vor fünf Jahren seinen Siegeszug in Toronto. 2010 hatte «The King's Speech» die Zuschauer begeistert, auch er wurde später mit dem Oscar ausgezeichnet.

Im vergangenen Jahr gewann «Silver Linings» in Kanada und ging bei den Academy Awards mit acht Nominierungen ins Rennen, darunter bester Film und bester Regisseur. Jennifer Lawrence gewann die begehrte Trophäe schließlich für ihre Hauptrolle.

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