Film : Produzenten warnen vor Aus für Filmförderung

Mit Blick auf die Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts am 8. Oktober haben die deutschen Filmproduzenten nachdrücklich vor einem Scheitern der Bundesfilmförderung gewarnt.

shz.de von
01. Oktober 2013, 16:21 Uhr

«Ohne die Filmförderung würde ein großer Teil der deutschen Kinofilmproduktion nicht mehr stattfinden. Sie ist schlicht unverzichtbar», erklärte Alexander Thies, der Vorsitzende des Gesamtvorstands der Produzentenallianz, am Dienstag in Berlin.

Einige große Kino-Betreiber wehren sich mit einer Klage in Karlsruhe dagegen, dass sie über eine Zwangsabgabe die Förderung deutscher Filme mitfinanzieren müssen. Am 8. Oktober prüft das Bundesverfassungsgericht, ob die Regelung mit dem Grundgesetz vereinbar ist.

Nach Angaben der Produzenten macht die Filmförderung des Bundes rund 15 Prozent der ingesamt in Deutschland gewährten Produktionszuschüsse aus. «Entfiele dieser Finanzierungsbaustein, könnten die Produktionsunternehmen die entstehende Finanzierungslücke nicht anderweitig decken», so Thies.

Die Kinobetreiber sind über die Filmabgabe an der Förderung beteiligt. Diese Abgabe wird von allen Beteiligten erhoben - neben den Kinos müssen auch Videotheken, Fernsehsender, Verleiher und Produzenten in den Fördertopf zahlen.

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