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Film : Michael Haneke zum Ehrendoktor ernannt

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Der Regisseur und Oscar-Preisträger Michael Haneke (71) ist zum Ehrendoktor der Theologie ernannt worden.

Die Karl-Franzens-Universität Graz würdigte damit das «gesellschaftliche und wissenschaftliche Wirken» des Österreichers, wie sie am Dienstagabend mitteilte. Haneke greife mit Werken wie «Das weiße Band» oder «Amour» Fragen auf, die «sowohl soziologisch, philosophisch als auch zutiefst ethisch und theologisch relevant sind». Haneke dankte laut Mitteilung der Katholisch-Theologischen Fakultät für die Anerkennung: «Es ist eine große Ehre, die mich außerordentlich freut.» Für «Amour» (Liebe) hat Haneke in diesem Jahr einen Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film bekommen.

Haneke sagte in einem Pressegespräch vor der Festveranstaltung in Graz am Dienstagabend, er habe «damit gerechnet, dass sich Theologen für meine Arbeit interessieren werden». Die Verleihung eines Ehrendoktorates der Theologischen Fakultät der Universität Graz habe ihn dennoch «verblüfft und zugleich sehr gefreut».

Dass sich Theologen mit seinem Werk auseinandersetzen, sei für ihn kaum überraschend, sagte Haneke («Funny Games», «Caché») in seiner Dankesrede: «Wir stellen uns - jeder auf seine Art - die gleichen grundsätzlichen Fragen: Was tun wir mit unserer Angst, wer liebt uns, wie verkraften wir, dass wir sterben müssen, wie verkraften wir die Wut angesichts des Leids?»

Man gehe verschiedene Wege, aber suche den gleichen Hafen, sagte Haneke. Die Auszeichnung sei «sehr erbaulich und schön». Und weiter: «Es ist doch ein Zeichen dafür, dass man nicht ins Leere spricht. Dafür arbeiten wir doch - um zu kommunizieren.»

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erstellt am 18.Sep.2013 | 09:47 Uhr

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