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Musik : Metallica erzählen über Leidenschaft und Kreativität

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Die US-Band Metallica beweist mit der 32-Millionen-Dollar-Filmproduktion «Metallica - Through The Never», dass sie versucht, immer wieder neue Wege zu beschreiten.

shz.de von
erstellt am 02.Okt.2013 | 18:31 Uhr

In diesem Film, der am 3. Oktober in den deutschen Kinos startet, ist eine spektakuläre Live-Show auf einer eigens designten Bühne zu sehen. Das Konzert ist in eine Handlung eingebettet.

Schlagzeuger Lars Ulrich (49) und Bassist Roberto Trujillo (48) geben im Interview der Nachrichtenagentur dpa Auskunft über die Idee, die hinter dem Projekt steht, warum Metallica so erfolgreich ist und was sich in den vergangenen zehn Jahren in der Band verändert hat.

Frage: Rob, woher stammt die Idee zu dem Film?

Antwort: Sie liegt schon ein paar Jahre zurück. Als ich 2003 bei Metallica einstieg, gab es bereits ein Treffen in Chicago mit einer Filmfirma. Vor drei Jahren hat unser Management den Anstoß gegeben, das Projekt voranzutreiben.

Frage: Haben die Ideen von damals noch viel mit dem Film zu tun, den die Zuschauer ab dem 3. Oktober in Deutschland zu sehen bekommen?

Antwort: Die Ursprungsidee findet sich nach wie vor im Film wieder: Wir Bandmitglieder wollten nicht einfach nur eine Konzerterfahrung nachbilden. Wir wollten dazu eine Geschichte erzählen, die mit dem Konzert koexistiert und den Zuschauer mit auf die Reise der Hauptfigur des Films mitnimmt.

Frage: Metallica hat Anfang der 80er Jahre als Underground-Band begonnen, die den Thrash-Metal mit initiiert hat. Mittlerweile sind Sie wohl die größte Metal-Band der Welt. Lars, wie erklären Sie sich diesen Aufstieg?

Antwort: Eine schwere Frage, wahrscheinlich könnten Journalisten sie besser beantworten als ich. Ich denke, es war die richtige Kombination von Leuten mit der richtigen Einstellung zur richtigen Zeit. Vielleicht haben die Sterne einfach richtig gestanden. Irgendwie hat das Ganze etwas Magisches, das schwer zu erklären ist. Ich sehe mich als den größten Metallica-Fan an und versuche mir zu gefallen. Vielleicht gefällt unsere Musik deshalb auch so vielen anderen Leuten.

Antwort (Rob ergänzt): Vieles hat auch mit unserer Leidenschaft und unserer Kreativität zu tun und den Chancen, die wir genutzt haben. «Through The Never» ist eine neue Erfahrung, die uns frisch hält.

Frage: Lars, in dem Metallica-Film «Some Kind Of Monster» von 2004 ging es um Streit und die Probleme, die Sie miteinander haben. Wie ist Ihr Verhältnis mittlerweile zueinander?

Antwort: Oh, das ist so lange her. In den vergangenen zehn Jahren ist viel passiert. Wir haben mittlerweile alle Kinder - genug, für eine gesamte Fußballmannschaft. Der Fokus hat sich verändert: Metallica ist nicht mehr das Wichtigste im Leben. Metallica ist wie ein Ort, zu dem man geht, um Spaß zu haben. Wir nehmen die Band nicht mehr so ernst, wie wir es früher getan haben. Da hatte das Ganze den Charakter einer Militär-Operation: Alles musste perfekt sein. Wir sind lockerer und menschlicher im Umgang miteinander geworden. Die Leute sagen immer: Oh, Metallica ist so viel Arbeit. Das stimmt nicht. Drei verschiedene Kinder um 7.30 Uhr am Morgen zur Schule zu bringen, ist harte Arbeit.

Frage: Das Wacken Open-Air gilt als das größte Metal-Festival der Welt. Warum haben Sie dort noch nie gespielt?

Antwort: So viel ich weiß, sind wir noch nie eingeladen worden. Ich bekomme jeden Tag so viele E-Mails aus der ganzen Welt. Von den Wacken-Organisatoren war noch keine dabei. Ich denke, es wäre klasse, dort zu spielen. Falls die Wackenleute dieses Interview lesen sollten: Schickt uns doch einfach eine E-Mail.

Film: Metallica - Trough The Never

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