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Film : Komödie «Vive la France»: Liebe statt Terrorismus

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Wer kennt Taboulistan? Aus Schmach darüber, dass niemand das kleine Land in Zentral-Asien kennt, greift sein Diktator zu einer radikalen Werbeaktion: Er will den Pariser Eiffelturm sprengen.

Für den mörderischen Plan sollen sich die zwei arglosen Hirten Muzafar und Feruz als Selbstmordattentäter opfern. Doch ihre Reise nach Frankreich wird zu einem Chaos schlechthin: Statt in Paris landen sie in der Komödie «Vive la France - Gesprengt wird später» zunächst auf Korsika.

Sie werden von korsischen Nationalisten gefangen genommen, in Marseille von angriffslustigen Fußballfans zusammengeschlagen und von Naturisten angemacht: Auf seiner hürdenreichen Odyssee lernt das bärtige Duo Frankreich nicht gerade von seiner besten Seite kennen.

Doch dann begegnen sie der jungen Journalistin Marianne, die die Tollpatsche für zwei illegale Einwanderer hält. Sie bringt ihnen Frankreichs Küche näher und so manch andere Dinge mehr. In Paris angekommen, denkt das Terroristen-Duo gar nicht mehr daran, sich mit dem Eiffelturm zusammen in die Luft zu jagen.

Mit «Vive la France» legt der sonst eher als Schauspieler bekannte Michaël Youn («Kochen ist Chefsache») eine überdrehte Komödie vor. In dem Film spielt der 39-Jährige neben José Garcia («Asterix bei den Olympischen Spielen») als Muzafar die Rolle des Hirten Feruz.

In seiner absurden Geschichte zeigt Youn die Franzosen am Rande der Karikatur, überspannt jedoch hier und da den Bogen. In Frankreich hat das Road-Movie rund eine Million Zuschauer in die Kinos gelockt, vielleicht auch deshalb, weil sich hinter den ironischen und bissigen Seitenhiebe auf die Franzosen eine verkappte Liebeserklärung versteckt: «Vive la France».

Vive la France

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erstellt am 28.Okt.2013 | 10:33 Uhr

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