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Film : Jury-Präsident Bertolucci hatte zuerst abgelehnt

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Bernardo Bertolucci musste länger überredet werden, Jurypräsident der diesjährigen Filmfestspiele in Venedig zu werden.

«Ich habe zuerst abgelehnt, weil ich schon einmal Präsident einer Jury war und weiß, dass es eine sehr harte und ermüdende Arbeit ist», sagte der 73-jährige, im Rollstuhl sitzende italienische Regisseur. Doch dann habe er erfahren, welche prominenten Regisseure im Wettbewerb vertreten sein würden. «Das ist eines dieser Angebote, das man nicht abschlagen kann.»

Allerdings habe Festivaldirektor Alberto Barbera ihn auch etwas getäuscht. Er habe ihm nämlich versprochen, nur 18 Filme im Wettbewerb zu zeigen, was eine machbare Anzahl gewesen wäre. «Dann aber habe ich erfahren, dass es 20 sein werden», erzählte Oscar-Preisträger Bertolucci («Der letzte Kaiser», «Der letzte Tango in Paris»). «Das ist zwar toll, gleichzeitig frage ich mich aber auch, wie aufmerksam wir nach zwei Filmen am Tag sein werden.» Er ergänzte scherzend: «Vielleicht verbrenne ich bei meiner Rückkehr nach Rom auch den Brief, den Barbera mir geschickt hat, um mich zum Mitmachen zu überreden!»

Bertolucci ist Teil der neunköpfigen Jury, zu der auch die deutsche Schauspielerin Martina Gedeck (51, «Das Leben der Anderen», «Nachtzug nach Lissabon») gehört. Zusammen mit den anderen Mitgliedern wie Carrie Fisher, bekannt durch ihre Rolle der Prinzessin Leia aus der ersten «Star Wars»-Trilogie, und der französischen Schauspielerin Virginie Ledoyen («8 Frauen») werden sie beim Filmfestival Venedig die Hauptpreise des Wettbewerbs verleihen. Die wichtigste Auszeichnung ist der Goldene Löwe.

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erstellt am 28.Aug.2013 | 16:01 Uhr

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