zur Navigation springen

Film : Gewinner Gröning: Preis in Venedig ist Chance für Film

vom

Die Auszeichnung beim Filmfestival Venedig macht dem deutschen Regisseur Philip Gröning Hoffnung auf eine große Öffentlichkeit für seinen Film und dessen Tabu-Thema Gewalt in der Ehe.

shz.de von
erstellt am 08.Sep.2013 | 11:23 Uhr

«Der Preis wird hoffentlich dazu führen, dass der Film eine größere Sichtbarkeit bekommt», sagte der 54-Jährige der Nachrichtenagentur dpa, nachdem er am Samstagabend für sein Werk «Die Frau des Polizisten» den Spezialpreis der Jury erhalten hatte.

Mit der Auszeichnung verlasse das Werk den Kreis eines Festivals und werde von einem größeren Publikum wahrgenommen, sagte Gröning. Das sei auch für das oft noch tabuisierte Thema von Gewalt in Beziehungen wichtig. Seinen Preis hatte Gröning den Opfern gewidmet.

Die Ehrung in Venedig sei «ganz großartig», jubelte der in Düsseldorf geborene Filmemacher. «Ich freue mich enorm, dass es mit diesem Film hier in Venedig so einen wichtigen Preis gegeben hat. Denn es ist ein Preis für den Film, nicht für eine Einzelleistung.» Vor allem seine Darsteller hätten Tolles geleistet. «Die Frau des Polizisten» erzählt von einer Familie, in der der Mann die Frau schlägt.

Viel verändern wird sich für den Regisseur vorerst allerdings nichts: Er werde nun weiter an seinem neuen Film drehen. «Da habe ich derzeit eine Menge zu tun.» Das Werk solle «Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot» heißen. «Es ist eine Geschichte über Zwillinge und Zeit.»

Offizielle Festivalseite

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen