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Film : Exotik im neuen «Fünf Freunde»-Film

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Eine echte Dschungelkulisse, weißer Sandstrand, mächtige Kalkfelsen - in Krabi an der thailändischen Küste dreht Regisseur Mike Marzuk gerade das neueste Abenteuer der «Fünf Freunde». Die jungen Hauptdarsteller des Kinderfilms haben einen arbeitsreichen aber exotischen Sommer hinter sich.

«Das ist besser als normale Ferien, hier ist eben immer etwas los», sagt Justus Schlingensiepen. Der 14-Jährige spielt Dick, einen der «Fünf Freunde», die ein Dorf auf der Fantasieinsel Tao Lapai vor der Abrissbirne schützen wollen. Es geht um ein versunkenes Wrack, einen Schatz und Bösewichter (gespielt von Martin Kessler und Nora von Waldstätten). Mit Hilfe des fünften Freundes in der Runde, Hund Timmy, behalten die Kinder am Ende natürlich die Oberhand.

Valeria Eisenbart (14) spielt George, das Mädchen, das lieber ein Junge wäre. «Die Klamotten, die sie trägt, und die kurzen Haare, das wäre nichts für mich», sagt Valeria in einer Drehpause. Routiniert wartet sie in der schwülen Hitze auf den nächsten Einsatz. Sie war schon in den beiden «Fünf-Freunde»-Filmen dabei, die 2012 und 2013 ins Kino kamen, ebenso wie Justus Schlingensiepen (14) als Dick, Neele Marie Nickel (12) als Anne und Quirin Oettl (14) als Julian.

Hund Timmy kommt dieses Mal in neuer Besetzung. Eine Herausforderung für Tiertrainer Marco Heyse, der den einjährigen Australian Shepherd Bobby auf die Rolle trainiert hat. «Bei 30 Grad arbeitet auch ein Hund nicht gerne», sagt er.

Enid Blyton schrieb den Serienklassiker in den 40er Jahren. «Das Grundthema der Bücher ist heute so relevant wie damals», sagt Marzuk: «Freundschaft und Vertrauen.» Zielgruppe, so der Regisseur, sind «Holzspielzeugeltern» - solche, die für ihre Kinder Wert auf Natur und Abenteuer legen. «In unseren Filmen spielen Handy und Computer nur mal am Rande eine Rolle», sagt Marzuk. Die Moral von der Geschichte? «Es lohnt sich, für seine Träume zu kämpfen».

Die Produktionsfirma hat bei Krabi ein Set in Hollywood-Manier aufgebaut - mit großem Küchenzelt, geräumigen Wohnwagen für die Schauspieler und Toilettenwagen mit Klimaanlage. Vor der Kulisse einer echten steilen Felswand haben Helfer einen kleinen Graben ausgehoben und mit den schönsten Styroporfelsen verziert. Später am Computer wird die Illusion einer tiefen Schlucht kreiert. Timmy nimmt souverän einen Hartgummi-Steg, der im Film später zu einem meterlangen Baumstamm über die Schlucht mutiert.

Damit die Kinder beim Filmen auch ordentlich bange dreinschauen, duckt Marzuk sich in den Graben und macht den noch unsichtbaren Balanceakt von Timmy wie bei einem Hörspiel lebendig: «Er tastet sich vor... Oh nein! Jetzt knackt der Stamm gefährlich, Timmy geht aber weiter... Au! Er rutscht ab, aber er fängt sich und... hurra! Er hat's geschafft!» Jetzt ist den Kindern die Erleichterung jetzt ins Gesicht geschrieben. Die Szene ist im Kasten.

Ob es einen weiteren «Fünf Freunde»-Filme gibt, ist noch unklar. «Es dürfte schwer sein, dies zu toppen», sagt Marzuk in einer Drehpause beim Lunch unter dem Schattendach. Außerdem seien die Hauptdarsteller der ersten drei Filme im nächsten Jahr womöglich für diese Rollen zu alt. Anders als bei der Harry-Potter-Serie werden die Kinder in Blytons «Fünf Freunde»-Büchern nie älter.

Wenn Dick im Film plötzlich mit einem Schnurbart-Ansatz auftaucht, oder George mit einer kurvigen Teenagerfigur - das passt nicht in die Welt, die Blyton vor 70 Jahren schuf. Da ist das unschuldige Küsschen des einheimischen Mädchens Joe (Davina Weber, 12) auf die Wange des verliebten Dick als Schlusspunkt des Films schon fast gewagt.

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erstellt am 29.Aug.2013 | 13:53 Uhr

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