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Film : David Kross: «Ich musste mich ganz schon reinfuchsen»

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Seinen Durchbruch schaffte David Kross (23) mit der Hollywood-Romanverfilmung «Der Vorleser» an der Seite der Oscar-Gewinnerin Kate Winslet. Das war 2008. Seitdem steht Kross unermüdlich vor der Kamera.

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2013 | 08:07 Uhr

In der Neuverfilmung des Historiendramas «Michael Kohlhaas» des französischen Regisseurs Arnaud des Pallières spielt er an der Seite des dänischen Filmstars Mads Mikkelsen einen Prediger. Der Film wurde im Mai in Cannes gezeigt und ist ab Donnerstag (12.9.) im Kino zu sehen. Im dpa-Interview spricht Kross über die Arbeit mit Mikkelsen und seinen Kampf mit dem Französischen.

Frage: Die Novelle «Michael Kohlhaas» ist eines der bekanntesten Werke von Heinrich von Kleist. Hatten Sie die Geschichte schon früher einmal gelesen?

Antwort: Ich kannte die Novelle nicht. Ich hatte sie weder privat noch in der Schule gelesen.

Frage: In dem Historiendrama über einen Pferdehändler, der zum Rebell wird, weil ihm Ungerechtigkeit widerfährt, spielen Sie einen Prediger. Was hat Sie zu diesem Film bewegt?

Antwort: Ich fand die Geschichte interessant, zudem war der Kontakt mit Arnaud sehr positiv. Ich spiele nur eine kleine Rolle. Besonders berührt hat mich die Szene, in der ich Kohlhaas im Gefängnis besuche und er weiß, dass er sterben wird.

Frage: In dem Film sprechen sie fast akzentfrei Französisch. Haben Sie eine besondere Affinität zur Sprache Molières?

Antwort: Ich musste mich ganz schön reinfuchsen. Ich hatte Französisch nur in der Schule. Das war nicht einfach. Ich musste meine Grundkenntnisse stark verbessern. Das war harte Arbeit.

Frage: Sie spielen an der Seite von Mads Mikkelsen, der 2012 in Cannes mit der Goldenen Palme als bester Schauspieler ausgezeichnet wurde. Wie war die Zusammenarbeit mit dem dänischen Filmstar?

Antwort: Mit Mads zusammenzuarbeiten, war toll. Er ist ein angenehmer und unkomplizierter Partner.

Frage: Sie waren 2009 erstmals in Cannes, wo Sie für die Hauptrolle in «Der Vorleser» mit der Trophäe Chopard ausgezeichnet wurden. Was bedeutet Cannes für Sie?

Antwort: Damals bin ich nur hin- und gleich wieder zurückgeflogen. In Cannes zu sein, ist eine ganz große Ehre.

Frage: Sie haben 2009, wenige Monate nach Beginn, ihr eigentlich dreijähriges Schauspielschulstudium in London abgebrochen. Bedauern Sie diese Entscheidung?

Antwort: Nein, ich wollte meine eigenen Erfahrungen machen, meinen eigenen Weg gehen.

Michael Kohlhaas

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