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Unicef-Studie „Fairness für Kinder“ : Kindeswohl-Index: Dänemark top, Deutschland küsst Griechenland

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Skandinavische Kinder leiden am wenigsten unter Ungleichheit. Deutschland liegt laut Unicef gleichauf mit Griechenland.

shz.de von
erstellt am 14.Apr.2016 | 16:35 Uhr

Berlin/New York | Die Ungleichheit zwischen Kindern in Industrieländern wächst, das ist das Ergebnis der neu erschienenen Studie „Fairness für Kinder“ des Unicef-Forschungszentrums Innocenti. In Dänemark leiden Kinder demnach am Wenigsten unter sozialer Ungleichheit.

Dänemark gilt in vielerlei Hinsicht als Land der Superlative. Einerseits leben dort die glücklichsten Menschen, andererseits schluckt die Jugend des Landes die meisten Pillen gegen Depressionen.

In der Unicef-Studie wurde untersucht, wie weit in den 41 bewerteten Industrieländern die am stärksten benachteiligten Kinder am unteren Ende der Gesellschaft hinter ihren Altersgenossen in der Mitte zurückbleiben. Im Mittelpunkt stehen die Ungleichheiten beim Einkommen, beim Schulerfolg, genannten Gesundheitsproblemen und bei der persönlichen Lebenszufriedenheit.

Dänemark, Norwegen und Finnland bilden die Top 3. Deutschland wird eine „mittlere Ungleichheit“ attestiert. Es landet hinter Tschechien, Kroatien und Australien gemeinsam mit Griechenland auf Platz 14. Die Türkei und Israel bilden die Schlusslichter.

In der großen Mehrheit der Industrieländer schätzen mehr als eines von 20 Kindern ihre Lebenszufriedenheit auf nur vier oder weniger von zehn  Punkten ein. In Deutschland tun dies 8,4 Prozent der Mädchen und Jungen. Insbesondere Kinder der ersten und der zweiten Generation aus Einwandererfamilien haben eine niedrigere Lebenszufriedenheit.

Die Berechnungen zum Einkommen basieren auf den Mikrodaten der EU-Statistikbehörde (EU-SILC) 2013 für Staaten der Europäischen Union, Island, Norwegen und die Schweiz. Für die übrigen neun Länder wurden Einkommensdaten von nationalen repräsentativen Einkommensuntersuchungen analysiert.

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