Surfen und Telefonieren in Deutschland Schnelles Internet statt weißer Flecken

Von dpa | 23.11.2022, 16:26 Uhr | Update am 23.11.2022

In manchen Gegenden ist das Internet superschlecht. Das zu verbessern ist Aufgabe bestimmter Unternehmen. Aber dabei haben sie Probleme.

Kein Netz! Wenn dieser Satz auf dem Handy-Display auftaucht, nervt das schnell. Denn ohne WLAN-Zugang kann man erst mal nicht mehr telefonieren oder im Internet surfen.

Solche Funklöcher, in denen wirklich gar nichts mehr geht, sind aber inzwischen selten geworden in Deutschland. Wenn doch, sind sie in Gegenden, in denen selten Menschen unterwegs sind, erklärt der Experte Fiete Wulff: „Das sind häufig Waldgebiete oder bergige Gebiete.“

Herr Wulff arbeitet für die Behörde, die in Deutschland den Ausbau des Netzes für Handys überwacht. Sie stellt auch bestimmte Regeln für die Mobilfunk-Anbieter auf. Diese Unternehmen kümmern sich um Handy-Empfang und Internet in Deutschland.

In weißen Flecken funktioniert das Internet nicht

Häufiger als richtige Funklöcher sind aber die weißen Flecken. So nennen Fachleute Gebiete, in denen es zwar Mobilfunk gibt, aber keine ausreichende Internetverbindung. „Man kann Papa und Mama anrufen, aber auf TikTok keine Videos mehr gucken“, erklärt Fiete Wulff.

Es soll weniger weiße Flecken geben

Dass diese weißen Flecken weniger werden, ist die Aufgabe der Mobilfunk-Anbieter. Die Behörde von Herrn Wulff hatte im Jahr 2019 mit ihnen abgemacht: Bis Ende 2022 soll es 500 weiße Flecken weniger geben. Ob das geklappt hat, wird sich zeigen, wenn die Frist Ende des Jahres abgelaufen ist.

Allerdings konnten Reporter einen Bericht schon vorab sehen. Darin geht die Behörde davon aus, dass es wohl nicht pünktlich klappt mit 500 weniger weißen Flecken in Deutschland.

Denn um das Netz besser zu machen, müssen zum Beispiel neue Funkmasten aufgestellt werden oder neue Antennen an alten Masten angebracht werden, erklärt Fiete Wulff. Das geht aber nicht so einfach. „Man braucht Dächer oder Grundstücke, auf denen man den aufstellen kann“, sagt der Experte. Dann muss erst alles geplant und der Bau genehmigt werden.

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