Unterwegs auf der Frankfurter Buchmesse Wo Leseratten Autorinnen und Tiktoker treffen

Von Lilly Knappe | 27.10.2022, 10:55 Uhr

Lilly aus Schenefeld ist 15 Jahre alt, KiWi-Reporterin und ein Fan von Romance Büchern. Wie sie bei ihrem Besuch auf der größten Buchmesse der Welt ihre Stars trifft, erzählt sie hier.

Die Schlange am Signierzelt wird hinter uns immer länger. Es geht nur langsam voran, aber nach einer Stunde schreibt Anna Benning ihr Autogramm „Für Lilly” in mein Buch. Glücklich und mit einem einzigartigen Buch in der Hand gehen meine Freundin und ich das erste Mal ins Innere der Frankfurter Buchmesse

In Halle 3, wo ganz viele Verlage Bücher an ihren Ständen präsentieren, ist es so laut und voll, dass man sich mühsam zwischen den Besuchern hindurchschlängeln muss. Am Stand vom Verlag Lyx habe ich kaum die Möglichkeit, mich in Ruhe umzuschauen, weil sich jede Menge Jugendliche an den Stand drängeln. Alle wollen die beliebten Romance Bücher anschauen. Als wir uns dort eine halbe Stunde vor Beginn von Sarah Sprinz’ Signierstunde anstellen wollen, ist die Schlange schon geschlossen. Zuerst bin ich enttäuscht, später habe ich aber Glück und erwische die Autorin von „Dunbridge Academy” noch auf dem Weg zu einem nächsten Termin. Schnell kritzelt sie mir eine Unterschrift in ihr Buch.

Alle Schriftsteller scheinen die erste richtige Buchmesse nach zwei Jahren in vollen Zügen zu genießen. Die Stimmung ist ausgelassen. „Seit meiner letzten Messe sind fast drei Jahre vergangen”, erklärt Autorin Lilly Lucas. „Es macht total viel Spaß wieder hier zu sein.”

Und dann stehe ich wieder Schlange. Das ist einerseits natürlich nervig, andererseits treffe ich andere Bücherfans, mit denen ich über die Bücher von Carolin Wahl rede. Diese nimmt sich dann die Zeit und unterschreibt noch nach ihrer Signierstunde die Bücher auf einem Stein neben dem Zelt. Bei den Treffen mit den Autorinnen oder auch an den Ständen bekommen wir Lesezeichen und Postkarten zu den Büchern. Beim Knaur Verlag gibt es kostenloses Wasser. Das ist in den warmen Messegebäuden auch nötig. Mit einem Pullover bin ich definitiv zu dick angezogen. 

Auf der Agora treffen wir Autorinnen und Buch-Influencer

Als wir wieder den Innenhof, die Agora, betreten, haben sich Menschengrüppchen gebildet und wir erkennen einige bekannte Gesichter. Autorinnen und Blogger von Instagram und Tiktok nehmen sich die Zeit mit jedem zu sprechen und Fotos zu machen. Alle sind super nett und Bloggerin Theresa, die auf Instagram unter @bookslove128 Bücher rezensiert freut sich, nach der Coronapause wieder eine Buchmesse zu besuchen und mit Alexandra Flint hier zu sein: „Lexi ist jetzt eine Autorin und wir werden oft angesprochen. Leute wollen Fotos mit ihr oder uns beiden machen. Das ist ein total tolles Gefühl.” Auch für Alexandra Flint ist die Messe etwas ganz besonderes: „Die Menschen, die Begegnungen, einfach das ganze Messefeeling ist toll. Außerdem ist es mein erstes Mal als richtige Autorin bei einem größeren Verlag.”

Auch wenn nicht alle Signierstunden geklappt haben, war die Messe insgesamt ein voller Erfolg. Ich habe viele tolle Menschen getroffen und konnte über die besten Bücher sprechen. Durch Interviews hatte ich die Möglichkeit, mit zwei Autorinnen besonders lange zu quatschen, was bei normalen Signierstunden nicht möglich ist. Das war ein absolutes Highlight und für mich hat sich die Frankfurter Buchmesse gelohnt. 

Auf der Buchmesse wurde auch der Jugendliteraturpreis verliehen

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