Erstaunliches Meerestier Wie Seesterne mit den Armen atmen und schmecken

Von Malek Tellissi | 21.07.2022, 14:07 Uhr

Puh, ist das heiß! Die Menschen springen ins Meer zur Abkühlung - und die Seesterne klettern im Hafen an den Pfählen rauf. Wisst ihr, warum sie das tun und wie die Tiere atmen, schmecken und pupsen?

Seesterne brauchen keine Lunge, sie atmen sauerstoffreiches Wasser über den ganzen Körper ein. Wenn es heiß ist, gibt es im tiefen Wasser wenig Sauerstoff. Um frischen Sauerstoff zu schnappen, wandern Seesterne daher in höhere Wasserschichten.

Der Seestern bewegt sich dabei wie ein Gebäudereiniger. Auf der Armunterseite hat er Saugnäpfe und kleine Füßchen. Statt am Hochhaus zieht er sich so am Meeresgrund voran. Sein Arm ist gespickt mit Geruchs- und Lichtrezeptoren. So entdeckt der Seestern seine Beute. Er schmeckt zum Beispiel, woher der Geschmack eines toten Fisches herbeiströmt. Oder findet zu Austernmuscheln, die er mit seinen Saugnäpfen aufmacht.

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Können Seesterne pupsen?

Claus von Hoerschelmann vom Multimar Wattforum sagt: „Seesterne haben einen Magen, es wäre theoretisch möglich. Aber pupsen gesehen haben wir sie nicht - Wir gucken den Seesternen nicht auf den Po.“

Seestern angespült? Das ist zu tun

Manchmal werden Seesterne an den Strand gespült. Du kannst sie in die Hand nehmen. Wenn sie sich bewegen, können sie zurück ins Wasser. Aber Achtung: Zu oft angefasst rubbelt ihre Schutzschicht ab. Ohne Schutzschicht werden Seesterne krank oder können von Pilzen befallen werden.  

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Der gemeine Seestern in der Ostsee hat eine andere Farbe

In Deutschland kommt vor allem ein Seestern vor: der gemeine Seestern. Er ist aber nicht fieser als andere Meerestiere, gemein kommt von Allgemein. In der Nordsee ist er gelblich, in der Ostsee meist kleiner und violett. Die Färbung soll von unterschiedlicher Nahrung kommen.

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