KiWi-Reporter Unterwegs beim tierischen Skandaløs Festival

Von Nele | 12.08.2022, 13:32 Uhr

Jede Menge Musik und ein mysteriöser Pinguin – das entdecken die KiWi-Reporter, als sie bei einem Musikfestival in Nordfriesland hinter die Kulissen schauen.

Wir öffnen die Tür unseres Redaktionsbusses und sehen ein riesiges Gelände voller Zelte und Wohnwagen, mit mehreren Bühnen und einem See. Hier in Neukirchen im Kreis Nordfriesland findet an diesem Wochenende das Skandaløs Festival statt. Die Besucher erwartet ein buntes Programm aus Musik, Theater, Workshops und Diskussionen.

Verabredet sind wir mit Karsten Bahnsen. Seit 2011 gehört er zum Organisationsteam und ist für die Fotografie und die Pressearbeit zuständig. Im Interview erzählt er uns, dass für ein gutes Festival jede Menge Vorarbeit und viel Engagement nötig sind.

Neben den Künstlern, die auftreten, braucht man eine funktionierende Infrastruktur: „Wir bauen hier ein komplettes Dorf auf, wenn man so will.” Dieses Jahr gibt es auf dem Gelände zum ersten Mal Feststrom statt Dieselgeneratoren. Karsten erzählt uns, dass es schon Festivalausgaben gab, bei denen das Wetter so schlecht war, dass Steckdosen nass wurden, der Strom ausfiel und viel improvisiert werden musste. Aber: „Mit guten Leuten zusammen klappt das schon”.

Die Idee für das Festival hatten Dirk und Imke Petersen aus Karstens Freundeskreis, die nach zahlreichen Sommerfesten mit Freunden in Nordfriesland das erste Skandaløs Festival veranstaltet haben. Nach der Gründung von „Kulturflut Skandaløs“, einem Kulturverein, der die Veranstaltung seit 2012 organisiert, ist das Team sehr gewachsen.

Wir erfahren, dass es zwei bis drei Personen gibt, die fleißig Musik hören und entscheiden, wer auf dem Festival auftreten soll. Die anderen Vereinsmitglieder dürfen aber auch Vorschläge machen. Beim Aufbau sind etwa 100 Personen dabei, viele davon ehrenamtlich. Mit Rettungsdienst, Feuerwehr und Security sind während des Festivalzeitraums etwa 250 Mitarbeiter am Geschehen beteiligt.

Wie Musikfans und Vögel im Naturschutzgebiet Freunde bleiben

Es werden etwa 3000 bis 3500 Besucher erwartet. In diesem Jahr findet das Festival erstmals Mitte August statt, um die im Naturschutzgebiet brütenden Vögel nicht zu stören. Nur unter dieser Bedingung kann das Skandaløs am Hülltoft Tief bleiben.

Im Anschluss an unser Interview zeigt uns Karsten das weitläufige Festivalgelände. Zum Beispiel gibt es einen Kunsthandwerkermarkt, ein kleines Kino, ein Zelt, in dem mit Konsolen und an einem Flipper gespielt werden kann, eine selbstgebaute Bar und nicht zu vergessen Duschcontainer und Komposttoiletten.

Wir treffen Mara vom „Horst Blau”, die das Maskottchen des Skandaløs Festivals entworfen hat: einen Pinguin. Das tierische Logo findet sich sowohl auf der Website und dem Programmheft als auch auf den Skandaløs-Merchartikeln wie Shirts, Hoodies und Taschen. Auf unsere Frage, wer der Vogel ist, haben wir auf dem Gelände unterschiedliche Antworten gesammelt.

Auf unserem Weg zum Soundcheck an der Hauptbühne, wo größere Bands wie „Von Wegen Lisbeth” auftreten, treffen wir Clara vom Spa-Bereich am Seeufer. Sie meint, dass der Pinguin das Heimkommen symbolisiert. Organisator Dirk Petersen stimmt ihr zu. Er sagt: „Es gibt Pinguinarten, die einmal im Jahr zusammenkommen. Ich glaube, das war der Hintergedanke.”

Es war ein sehr schöner Tag!

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