Menschenskinder : Zwei Grad sind cool

Die 25 Austauschschüler schauen sich Kopenhagen an, bevor sie zu ihren norwegischen, dänischen, schwedischen oder finnischen Gastfamilien reisen.
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Die 25 Austauschschüler schauen sich Kopenhagen an, bevor sie zu ihren norwegischen, dänischen, schwedischen oder finnischen Gastfamilien reisen.

Kina-Reporter Luis (15) geht für ein Schuljahr nach Norwegen – und kann kaum glauben, wo er landet.

shz.de von
23. August 2016, 01:56 Uhr

Als ich am Hamburger Flughafen durch die Sicherheitskontrolle gegangen bin und mir meine Familie zum letzten Mal noch zugewunken hat, bin ich sehr aufgeregt. Aber positiv aufgeregt, so wie kleine Kinder es kurz vor Heiligabend sind. Ich will losfliegen und meine Gastfamilie kennenlernen, bei der ich ein Schuljahr lang wohnen werde.

Allerdings geht es, bevor es so weit ist, erst einmal nach Kopenhagen in das Vorbereitungscamp mit allen Austauschschülern, die mit DFSR für ein Jahr nach Skandinavien gehen, wie ich ja bereits berichtet habe.

In den ersten beiden Tagen in der dänischen Hauptstadt spielen wir hauptsächlich Willkommensspiele und uns Austauschschülern, die aus aller Welt kamen, wird gesagt, dass es sehr wichtig ist, sich möglichst freundlich und offen zu verhalten, auch, wenn man sich in dem Moment nicht danach fühlt.

Als mir am zweiten Tag gesagt wird, wo ich wohnen werde, denke ich zuerst, es wäre ein Witz: Meine Gastfamilie lebt an einem der nördlichsten Orte von Norwegen, in Tana. Die Durchschnitts-Temperatur beträgt dort zwei Grad Celsius – also wirklich cool. Am Ende war es dann doch kein Witz, sondern die Wahrheit.

Am Tag bevor wir zu den Gastfamilien reisen, machen wir alle eine Stadtrundtour, schauen die Sehenswürdigkeiten an und verbringen den restlichen Tag im Tivoli, dem zweitältesten Freizeitpark der Welt. Und dann geht es für mich los in Richtung Tana.

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