Tiere : Zurück in die Freiheit

Seehund Tristan schaut kurz vor seiner Auswilderung aus seinem Korb.    
1 von 3
Seehund Tristan schaut kurz vor seiner Auswilderung aus seinem Korb.  

Auf der Seehundstation werden verwaiste Jungtiere aufgepäppelt und schließlich wieder frei gelassen.

shz.de von
06. August 2016, 01:00 Uhr

Vier große Körbe stehen am Strand. Was da wohl drin ist? Die Antwort lässt nicht lang auf sich warten. Peter Lienau hebt den Deckel von einem Korb. Zum Vorschein kommt ein junger Seehund!

Die Mitarbeiter der Seehund-Station in Niedersachsen lassen zu dieser Jahreszeit Seehunde frei. Die haben sie vorher mehrere Wochen aufgepäppelt. Die Tiere hatten ihre Mütter verloren. So etwas kann zum Beispiel passieren, wenn sie von Menschen gestört werden.

In der Seehundstation kümmert man sich so lange um die jungen Seehunde, bis sie schwer genug sind, um allein klarzukommen. „Sie müssen mindestens 25 Kilogramm wiegen“, erklärt Peter Lienau. Außerdem prüft eine Tierärztin, ob die Tiere fit und kerngesund sind.

Die Helfer schauen, wo es wild lebende Seehunde gibt und lassen die jungen Seehunde in der Nähe frei. Manche starten dann sofort durch und robben ins Wasser. Andere schauen sich die Umgebung erst mal in Ruhe an. „Von dem Zeitpunkt, wo wir die Körbe öffnen, sind sie sich selbst überlassen“, sagt Peter Lienau. Bis Ende Oktober sollen alle Seehund-Jungtiere freigelassen werden.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen