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Kinder : Zikita-Interview mit dem Landeschef

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Im Projekt Zeitung in der Kindertagesstätte werden 18 Kinder aus Rieseby zu Zeitungsreportern – und reden mit Torsten Albig über Katzen und Lasagne.

Jan-Ole (6) und Leo (6) ist gestern eine Panne passiert: Die beiden Jungen der evangelischen Kindertagesstätte Rieseby wollten mit einem Mikrofon ein Interview aufnehmen. Und das war nicht irgendein Interview. Sie befragten mit ihrer Kita-Gruppe Torsten Albig. Er ist Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, also der Chef der Landesregierung.

Doch das Mikrofon, das die Kita extra für diesen Tag besorgt hatte, funktionierte nicht. Was tun? Torsten Albig konnte den 18 Kita-Kindern helfen. Er holte sein Handy raus und schaltete die Aufnahme-Funktion ein.

Doch wie kommt man überhaupt zu einem Interview beim Ministerpräsidenten? Die Idee zu diesem aufregenden Termin entstand beim Weihnachtsbacken in der Riesebyer Kita, an dem Serpil Midyatli teilnahm. Sie arbeitet als Abgeordnete im Landtag. Alle fanden es eine tolle Idee und so organisierte die Abgeordnete das Treffen.

Vor dem Interview hatten die Kinder bereits einen aufregenden Vormittag. Mit dem Zug ging es nach Kiel. Serpil Midyatli führte die Kinder durch den Landtag. Am Ende der Führung ging es dann in die Landtagskantine, damit die Kinder gestärkt zum Höhepunkt des Tages gehen konnten, ins Gästehaus der Landesregierung.

Nachdem die Tonaufnahmen geregelt waren, erzählte Torsten Albig den Kita-Reportern, dass in dem Raum, in dem sie sich trafen, normalerweise das Kabinett tagt. Die Kinder hatten aber auch Fragen vorbereitet. Sie wollten zum Beispiel wissen, wie Torsten Albig zum Ministerpräsidenten wurde. Er erzählte, dass er nach der Schule Jura studiert hat, dann als Anwalt, Schulleiter und Pressesprecher gearbeitet hat und Kieler Oberbürgermeister war, bevor er schließlich zum Ministerpräsident gewählt wurde.

Und hat der Politiker einen Hund? Nein – aber früher hatte er ganz lange Katzen. Tjark fragte, ob der Ministerpräsident im Gästehaus der Landesregierung, in dem das Interview stattfand, eine Wohnung hat. „Nein“, sagt Torsten Albig und erzählt von der Geschichte des Hauses, aber auch, dass er woanders eine „normale“ Wohnung hat. Die Kita-Kinder fragten auch nach Hobbys und dem Lieblingsfußballverein. „Mein Verein hat die gleichen Farben wie der HSV – schwarz, weiß und blau. Das ist Arminia Bielefeld. Der ist noch schlechter als der HSV.“ Torsten Albig mag Lesen, Fahrrad fahren und Fußball und Handball gucken. „Und was ist dein Lieblingsessen?“, fragt eines der Kinder. „Lasagne!“, sagt der Ministerpräsident.

Die Kinder erfuhren viel Privates über den Ministerpräsidenten. Dass er im Fernsehen gerne Actionfilme sieht, dass er kochen und backen kann und welche Musik er gerne hört. Greta fragte: „Schnackst du Platt?“. „Nein, leider nicht“, musste Torsten Albig zugeben. Denn sein Papa kam aus Bayern und seine Mama aus Bremen und da wurde bei ihnen kein Platt gesprochen. Aber er ließ sich gern ein Lied auf Platt vorsingen: Denn nach dem Interview bedankten sich die Kinder mit dem Lied „Kumm to mi“. Anschließend ging es noch zum Gruppenfoto auf den Balkon des Gästehauses und danach stand die Rückreise nach Rieseby an.

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erstellt am 28.Feb.2014 | 01:09 Uhr

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