Unterwegs im Schloss : Zeitreise durch 120 000 Jahre

Ein Zelt aus Rentierhäuten war ein Zuhause für Menschen in der Steinzeit. Enna darf das mal aus der Nähe ansehen.
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Ein Zelt aus Rentierhäuten war ein Zuhause für Menschen in der Steinzeit. Enna darf das mal aus der Nähe ansehen.

Enna (13) ist als Kina-Reporterin auf der Gottorfer Museumsinsel unterwegs

shz.de von
14. Juli 2018, 01:09 Uhr

Wer Geschichte langweilig findet, ist bestimmt noch nie durch Schloss Gottorf gelaufen, um sich Ausstellungsstücke aus den letzten 120 000 Jahren aus Schleswig-Holstein und Dänemark anzugucken. Der hat noch nie das Nydam-Schiff gesehen, das mit seinen 1700 Jahren noch älter ist als Wikingerschiffe. Oder den Gottorfer Globus, das erste begehbare Planetarium.

Von außen ist er ein Globus – auf dem aber Australien nicht zu sehen ist. Denn der Kontinent war damals, im 17. Jahrhundert, noch nicht entdeckt. Und von innen ist der Gottorfer Globus ein Planetarium, in dem man sich Sternbilder angucken kann. Er ist in der Zeit des Barock das größte kartographisch korrekte Abbild von Himmel und Erde. Auch heute kann man noch darin auf einer achtminütigen Fahrt die Gestirne betrachten.

Im Schloss kann man auch den blauen Saal bewundern, an dessen Decke man Früchte, Vögel, Häuser, Menschen und viele andere Formen entdecken kann.

Schloss Gottorf ist aber nicht nur ein Museum, sondern zwei. Eines für Archäologie, in dem man die Zeit von der Altsteinzeit über Eisenzeit und Mittelalter bis zum Barock und der heutigen Zeit anhand von archäologischen Funden, Abbildungen und erklärenden Texten verfolgen kann. Im Museum für Kunst und Kulturgeschichte sieht man die Vergangenheit und Gegenwart durch Künstleraugen.

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