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Technik : Zeichen werden zum Programm

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Apps auf dem Smartphone, Spiele auf dem Laptop – das sind alles Computerfunktionen. Wie man diese bastelt, lernt Philipp gerade.

Philipp Lampert sitzt an seinem Schreibtisch. Vor ihm steht sein Laptop. Er hat auch ein Tablet und ein Smartphone. Technische Sachen findet er richtig cool. Besonders Apps, diese kleinen Programme auf Smartphones, bewundert der Zwölfjährige. „Wie man sie programmiert, dass sie funktionieren und die ganzen Grafiken und so, das find ich schon ziemlich gut“, sagt er. „Das wollte ich einfach mal verstehen und dann kam der Kurs natürlich genau recht.“

Der Kurs, von dem Philipp spricht, heißt „Spielend Programmieren lernen!“. Philipp macht ihn gerade mit – von zu Hause aus. Philipp besucht die achte Klasse eines Gymnasiums in Potsdam in dem Bundesland Brandenburg. Fast jeden Tag nach der Schule setzt er sich nun an seinen Laptop und macht ein paar Aufgaben.

Los geht es immer mit einem Video. Auf der linken Seite des Videos steht ein Professor an einem Pult und erklärt Sachen. Der rechte Teil zeigt zuerst ein leeres weißes Feld. Dort tippt der Professor Buchstaben, Zahlen und Zeichen hin. Es sind Befehle, die der Computer versteht. Sie sind das Wichtigste beim Programmieren. Nach und nach füllt der Professor das weiße Feld. Am Ende steht dort ein richtiger Code aus Buchstaben, Zahlen und Zeichen.

Jedes Video dauert zehn Minuten. Danach kann Philipp gleich testen, ob er alles verstanden hat. Er klickt auf die Taste „Weiter“. Es erscheinen zwei Fragen auf dem Bildschirm – Philipp weiß die Antworten. „Richtig schwer wird es erst bei den Aufgaben, wo man das Gelernte dann anwenden muss“, sagt Philipp.

Und das geht schon los. Ein Klick: Philipp bekommt eine Aufgabe. Es geht dabei um Kühe und wie viel Liter Milch sie geben. Doch Philipp soll die Aufgabe nicht einfach im Kopf lösen und hinschreiben. Er soll ein Programm basteln, damit der Computer das für ihn ausrechnet.

Philipp tippt also in ein weißes Fenster den Befehl hinein, den er gelernt hat. Englische Wörter kommen darin vor und Striche und Klammern. Wenn im Text auch nur ein Zeichen falsch ist, versteht der Computer das Programm nicht! „Da muss man schon ziemlich doll aufpassen“, sagt er.

Nun ist er fertig und drückt auf „Programm ausprobieren“ – und es klappt! „Herzlichen Glückwunsch, dein Programm funktioniert korrekt“, erscheint auf dem Bildschirm. Philipp freut sich. Ein bisschen programmieren kann er also jetzt schon.

Später will Philipp vielleicht etwas mit Triebwerken oder Flugzeugen machen. „Dort muss man ja auch ganz viel programmieren, den Autopiloten und so was alles“, sagt er. Dass er aber allein mit dem Kurs kein Programmier-Profi wird, weiß Philipp auch. „Das Programmieren ist ja ganz umfassend, das lernt man natürlich nicht in vier Wochen“, sagt er. „Das studieren ja andere viele Jahre.“

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erstellt am 11.Okt.2014 | 04:34 Uhr

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