Tiere : Woran sterben die Seehunde?

Gesund und munter liegen diese Seehunde auf der Sandbank. Doch sie und ihre Verwandten können sich auch mit Grippe anstecken.
Gesund und munter liegen diese Seehunde auf der Sandbank. Doch sie und ihre Verwandten können sich auch mit Grippe anstecken.

Eine gemeine Krankheit macht derzeit den Tieren zu schaffen.

shz.de von
21. Oktober 2014, 01:17 Uhr

Ganz zufrieden schwimmen die Seehunde durchs Meer oder liegen gemütlich auf Sand herum. Solche Bilder kennen wir von Seehunden im Wattenmeer. Doch in den letzten Tagen waren auch traurige Fotos zu sehen – von Seehunden, die tot sind.

Fachleute entdeckten seit Anfang Oktober Hunderte tote oder schwer kranke Tiere in Schleswig-Holstein. „Tote Tiere werden immer mal entdeckt, weil ja auch alte Seehunde irgendwann sterben“, erklärt Experte Hendrik Brunckhorst.

Weil es aber mehr tote Tiere als gewöhnlich sind, sollten Tierärzte herausfinden: Woran sterben viele Seehunde? Gestern hieß es, dass die Seehunde an Grippeviren erkrankt seien. „Die Tiere bekommen davon eine Lungen-Entzündung“, sagt der Experte. Sie leiden auch an Husten.

„Die Tiere stecken sich gegenseitig an, wenn sie zum Beispiel zusammen an der Küste liegen und husten.“ Alle Seehunde impfen oder Kranken Medizin geben, könne man nicht. Deshalb bleibt den Fachleuten nur übrig, zu beobachten, wie es weitergeht. Dass in nächster Zeit richtig viele Seehunde im Wattenmeer von Schleswig-Holstein sterben, glauben sie aber nicht. Woher das Virus kommt, können die Experten bislang nicht sagen. Erst mal wolle man schauen, was genau es für ein Virus ist, sagt Hendrik Brunckhorst. Vielleicht könne man dadurch herausfinden, woher es kommt.

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