zur Navigation springen

Ostern : Wo versteckt das Vorwerkhuhn die Ostereier?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die frischesten Eier gibt’s auf dem Bauernhof. Deshalb haben sich Piet und Paula zu Ostern auf den Weg gemacht zu den Hühnern und Kaninchen auf einem besonderen Hof.

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2015 | 01:45 Uhr

„Wo sind denn bloß die Ostereier?“, fragt Piet. Der Kina-Wal und seine Freundin Paula suchen auf einem Bauernhof nach den Eiern, die sie fürs Fest färben wollen.

Dabei treffen sie auf dem Arche-Hof Bredland in Blunk im Kreis Segeberg viele Tiere, die sie noch nie gesehen haben. Tiere, die seltener sind als Bengaltiger oder Eisbären. Zum Beispiel das kleine Angler Sattelschwein.

„Sag mal, weißt du, wo es hier Eier gibt?“, fragt Paula das schwarze Ferkel mit dem weißen Streifen auf dem Rücken. Doch das Schweinebaby grunzt nur und läuft schnell zurück zu Mama Valerie und seinen 13 Geschwistern. „Valerie ist eine gute Mutter“, sagt Inken Muhr, der die Schweine gehören. „Wir können sie in der Stallbox ferkeln lassen. Sie beißt ihre Ferkel nicht oder erdrückt sie, wie es in großen Schweinebetrieben passieren würde, wenn man Ferkel und Sauen zusammen lässt. Sie hat viel Milch. Deshalb brauchen die Ferkel kein Zusatzfutter.“

Für Inken Muhr ist das praktisch, denn sie ist nur Hobby-Bäuerin, ebenso wie ihr Mann Hardy Marienfeld. Beide haben daneben einen Vollzeit-Job. Ihre seltenen Haustiere sind aber nicht nur Hobby-, sondern auch Nutztiere. Denn die alten Haustierrassen sind vor allem dann bedroht, wenn niemand sie mehr nutzt. Und Inken Muhr und Hardy Marienfeld wollen, dass es diese Tiere auch in Zukunft noch gibt.

Also werden aus den Schweinen auch Würste, die Ziegen werden gemolken und die Schafe geschoren. Und die Eier der Hühner werden gegessen. Ach ja, wo sind sie denn eigentlich, die Hühnereier? Vielleicht dort, auf dem Misthaufen? Da stolzieren zwei Hähne der Antwerpener Bartzwerge mit ihren Hennen herum. Doch Eier sind da nicht zu sehen.

Also schauen Piet und Paula mal im Pferdestall vorbei. Das Schleswiger Kaltblut Linde und das Schwarzwälder Kaltblut Ronja Räubertochter lassen die beiden Kina-Maskottchen auf sich reiten. Das ist Piet aber unheimlich und er flüchtet zu den Thüringer Waldziegen. Doch die vorwitzige Ziege Mara nimmt Piet zwischen die Hörner. Nur weg hier!

Und wen treffen Piet und Paula als nächstes – sind das Osterhasen? Nein, es sind die Kaninchen Mathilda und Madita. Im Schafstall bei den Rauhwolligen Pommerschen Landschafen ist gerade ein Lamm geboren worden. „Schau mal Piet, ist das nicht süß“, sagt Paula über das winzige, schwarze Lämmchen. Doch Piet hat gerade etwas entdeckt: Unter der Futterkrippe der Schafe hat sich ein Vorwerkhuhn versteckt. „Was machst du da?“, fragt Piet. „Ich brüte meine Eier aus. „Kann ich welche abhaben?“ „Vergiss es“, sagt das Huhn. „Kommt, wir gehen rein. Ich habe noch ein paar Schokoladeneier und koche uns einen Tee“, sagt Inken Muhr. Sie gehen in das reetgedeckte Bauernhaus und feiern gemeinsam Ostern.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen