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Menschenskinder : Wir leben auf der Hallig

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

In zehn Jahren hat sich einiges verändert. Aber immer noch führen die Halligkinder in ihrer kleinen Welt ein sehr freies Leben.

Fynn (9) fährt gern mit dem Boot auf dem Fehting. Der Fehting ist ein Teich auf der Warft, dem Wohnhügel auf einer Hallig. Und Fynn ist seit gut zwei Jahren ein Halligkind – so wie Nils.

Nils Petersen stand vor zehn Jahren im Mittelpunkt der allerersten Aufmachergeschichte, die auf einer KiNA-Seite stand. Heute ist er 19 Jahre alt, lebt aber schon einige Zeit nicht mehr auf der Hallig Hooge. Viele junge Menschen ziehen dort weg, weil sie nach der neunten Klasse eine Schule auf dem Festland besuchen müssen oder zur Ausbildung gehen.

Doch glücklicherweise kommen auch neue Leute auf die Hallig, so wie Fynn, sein Bruder Nick und seine Eltern Corinna und Thorsten Junker. „Ich war megaglücklich, dass wir auf die Hallig gezogen sind“, erzählt Nick. Der Zwölfjährige war in seiner alten Schule in Bad Oeynhausen in Nordrhein-Westfalen Streitschlichter. Das hat er gern gemacht, aber: „Das brauchen wir hier gar nicht. Wir sind nur acht Schüler in der Halligschule, da einigen wir uns immer ganz schnell,“ sagt Nick.

Meistens sind die Jungs mit ihrem Freund Melf auf der Hallig unterwegs, gehen gern beim Inselkaufmann einkaufen. Sie können sich hier frei bewegen, ohne dass ihre Eltern ständig Angst haben. Denn auf der Hallig leben nur gut 100 Menschen, da kennt jeder jeden.

Im Winter ist das Leben sehr ruhig. Die Fähre kommt nur einmal täglich. Wenn man an Land will, muss man dort meistens einmal übernachten. „Aber wir fahren auch nur selten an Land, so alle ein bis zwei Monate“, sagt Fynn. Langweilig wird es den Brüdern aber nicht. Fynn geht manchmal Muscheln sammeln. Im Sommer, wenn die Fähre häufiger fährt, kann er sie dann bei spontanen Flohmärkten verkaufen, denn dann kommen viele Touristen auf die Hallig. Manchmal sind es 1000 an einem Tag. Da finden die Halligkinder auch Freunde, die jedes Jahr für einige Wochen wiederkommen. „Wir rennen dann gemeinsam über die Warft, springen Trampolin oder gehen in den Pool, den wir vorm Haus aufbauen“, erzählt Fynn.

Im Winter ist das Leben sehr ruhig. Die Fähre kommt nur einmal täglich. Langweilig wird es den Brüdern aber nicht. Fynn geht manchmal Muscheln sammeln. Und wenn die Touristen im Sommer wiederkommen, verkauft er sie auf Flohmärkten.

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erstellt am 07.Apr.2017 | 01:41 Uhr

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