Tiere : Wie Willi die Kleider wechselt

Im Winter hat Willi ein dichtes, schwarzes Fell vom Kopf bis zu den Hufen. Doch wenn es wärmer wird, verändert sich sein Aussehen.
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Im Winter hat Willi ein dichtes, schwarzes Fell vom Kopf bis zu den Hufen. Doch wenn es wärmer wird, verändert sich sein Aussehen.

Denkst du, ein Pferd kann sich nicht umziehen? Da liegst du falsch – Willi Nero XIV. beweist das Gegenteil.

shz.de von
20. Februar 2017, 01:58 Uhr

Willi Nero XIV. (sprich: der Vierzehnte) ist ein Farbwechsler. Was sich ein bisschen nach einem magischen Wesen aus der Welt von Harry Potter anhört, gibt es wirklich.

Aber ganz von vorne: Eigentlich ist Willi ein Pferd, genauer gesagt ein Noriker. Diese Kaltblutpferderasse stammt aus Österreich. Dort wurde Willi auch geboren, bevor ihn seine Besitzerin Petra Dau zu sich nach Schleswig-Holstein holte. Heute ist Willi 10 Jahre alt. Er ist viel größer und schwerer als die Pferde, die du vielleicht kennst. Seine Schulterhöhe beträgt 170 Zentimeter. Damit ist er also schon an seiner Schulter so groß wie ein erwachsener Mensch. Am Kopf ist er noch größer. Willi wiegt ungefähr 800 Kilogramm – also so viel wie zehn Erwachsene. Damit dürfte er wohl der größte Noriker in ganz Schleswig-Holstein sein. Noriker gibt es in ganz verschiedenen Farben.

Willis Fellfarbe ist aber etwas Besonderes. Kopf, Beine, Mähne und Schweif bleiben immer schwarz, während sich der Rest des Fells mehrmals im Jahr verändert. Sein Fell besteht aus schwarzen und weißen Haaren. Vom Winter bis zum Frühjahr überwiegen die schwarzen Haare. Seine Fellfarbe wirkt dann dunkelgrau. Kurz vor Ostern verliert er alle dunklen Haare, bis er fast weiß ist. Im Laufe des Sommers ändert sich die Farbe dann zu einem hellen Grau, bis er mit dem Winterfell wieder neue schwarze Haare bekommt und fast schwarz ist.

Willi lebt mit drei anderen Norikerpferden in einem Offenstall. Zusammen mit seiner Besitzerin begleitet er Reitgruppen durch den Naturpark Aukrug. Manchmal ist er auch sehr frech. So hat er eine besondere Vorliebe für Reißverschlüsse. „Da beißt er gern rein und zieht an den kleinen Metallplättchen, die man zum Öffnen und Schließen des Reißverschlusses braucht. Leider hält das kein Reißverschluss aus“, erzählt Petra Dau.




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