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Kindernachrichten

14. Dezember 2017 | 07:37 Uhr

Unglück : Wie Menschen trauern

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

In Köln treffen sich heute viele Menschen zu einem Gottesdienst. Gemeinsam denken sie an die Opfer des Flugzeugabsturzes in Frankreich.

shz.de von
erstellt am 17.Apr.2015 | 01:34 Uhr

Wenn man einen geliebten Menschen verliert, erscheint das oft zuerst unfassbar. Viele denken sich: Es kann nicht sein, er ist nicht tot. Dann werden sie sehr traurig. „Trauer hilft dabei, mit dem Verlust eines geliebten Menschen zurechtzukommen“, sagt Justus Münster. Er ist Notfall-Seelsorger und hat schon viele Menschen bei ihrer Trauer unterstützt.

Die Zeit des Trauerns fühlt sich für jeden Menschen anders an. „Manche sitzen am Anfang nur da und starren vor sich hin, andere schlagen mit den Fäusten gegen eine Wand.“ Sie sind wütend und können es nicht glauben. Dann denken sie ständig an den Menschen, vermissen ihn und weinen. All diese Gefühle zu erleben, ist wichtig. „Wir Menschen müssen trauern. Wenn wir die Gefühle wegdrücken, kommen sie immer wieder“, sagt der Seelsorger. Beim Trauern jedoch begreifen wir nach und nach, was passiert ist.

Dadurch kann man irgendwann auch wieder fröhlich sein – ohne dabei den Menschen zu vergessen. „Viele tröstet auch, wenn sie merken: Der Mensch ist weiterhin da – in meiner Erinnerung.“ Auch hilft den meisten Menschen, zu spüren, dass sie in ihrem Kummer nicht allein sind, erklärt Justus Münster. Deshalb gehen viele in eine Trauer-Gruppe oder zu einem Trauer-Gottesdienst.

Das werden auch heute eine Menge Menschen machen. Denn heute findet ein besonderer Trauer-Gottesdienst statt – in der Stadt Köln im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Dabei wollen Menschen an ihre Freunde oder Verwandten denken, die beim Absturz eines Flugzeuges ums Leben gekommen sind. Das Unglück passierte vor mehr als drei Wochen in unserem Nachbarland Frankreich.

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