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Tiere : Wie geht es den Eisbären im Sommer?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Palle, das Maskottchen des Naturfilm-Festivals Green Screen, stellt Naturfragen.

An den vielen heißen Sommertagen habe ich oft gedacht: „Ich wünschte, ich wäre ein Eisbär!“. Geht es denen eigentlich gut im Sommer?

Na, Palle, das könntest du die Eisbären eigentlich fast selber fragen. Immerhin kommt ihr Papageientaucher und Eisbären in ein paar Regionen im Polarmeer rund um den Nordpol gemeinsam vor. Naja, ich gebe zu, du lebst oben auf Felsklippen von Inseln und dahin kann der Eisbär nicht klettern.

Also die Winter mag der Eisbär viel lieber, denn dann kann er seine Hauptnahrung, die Robben, gut jagen, weil die sich auf dem Eis ausruhen. Und auf dem Trockenen ist ein Eisbär schneller als eine Robbe. Oft warten Eisbären auch stundenlang an Löchern im Eis, wo Robben zum Luftholen auftauchen. Daher wandern die meisten Eisbären auch mehr an der Kante der Eisflächen entlang oder an den Stellen, wo das Eis brüchig ist, denn nur dort können die Robben auftauchen.

Weil diese Eisfläche im Sommer natürlich immer weiter zurück geht und gleichzeitig Eisbären aber auch große Reviere brauchen und normalerweise Einzelgänger sind, haben sie es nicht leicht in dieser Jahreszeit. Natürlich auch deshalb nicht, weil allgemein das Eis wegen der Klimaerwärmung zurück geht. Da ist es gut, dass sie auf einmal sehr, sehr viel fressen können und dann, wenn es sein muss, auch monatelang hungern können.

Am liebsten fressen sie den Speck und die Haut der Robben, weil die wiederum bei ihnen selber die Speckschicht dicker macht. Und von der kann sich der Eisbärkörper ernähren, wenn Hungerzeiten kommen. Wenn es gar nichts anderes gibt, versuchen sie auch mal kleine Landtiere zu fangen wie Lemminge oder Wühlmäuse, oder fressen auch mal Aas oder sogar Seetang.

Auch ihr Fell ist mehr für die Kälte gemacht: Über einer dicken Speckschicht ist eine schwarze Haut, dann kommen mehrere Schichten von unterschiedlich langen, wasserabweisenden öligen Haaren und die äußersten Haare sind hohl. Diese helfen ihm so noch mehr, die Temperatur zu halten und geben auch ein bisschen Auftrieb beim Schwimmen. Aber so schlimm ist es auch nicht mit seinem Fell im Sommer: Stellt euch das vor wie eine Thermoskanne, die ja auch gleichermaßen im Winter warm und im Sommer kalt halten kann.

Die Natur hat sich also beim Eisbären alles sehr gut „ausgedacht“. Sein Problem ist nur, dass wir Menschen immer mehr die Natur verändern und dann passt der Eisbär (oder auch andere Tiere) eben nicht mehr so gut dazu. Deshalb sollten alle Menschen der Welt zusammen helfen, die Natur zu schützen, denn die kennt ja keine Grenzen.

 

Eisbären im Kino: Vom 10. bis 14. September gibt es in Eckernförde beim Filmfestival Green Screen Tier- und Naturfilme zu sehen. Dazu hat das Maskottchen Palle Fragen, die die Biologin Franziska Clauss beantwortet.

Wenn ihr noch mehr über Eisbären erfahren wollt, seht euch beim Green Screen Naturfilmfestival in Eckernförde am Sonntag, 13. September, um 12 Uhr im Eckernförder Ratssaal im Rathaus den Film „Eisbärensommer“ an, wenn ihr den nicht schon vorher im Green Screen Schulprogramm gesehen habt.

Mehr Programm-Infos zum Festival gibt’s unter der Internet-Adresse:

www.greenscreen-festival.de


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erstellt am 26.Aug.2015 | 01:22 Uhr

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