Sport : Werfen, schlagen, laufen, fangen

Michael lernt in Berlin Baseball. Früher spielte er Fußball. Doch das fand er nicht so cool wie seinen neuen Sport.
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Michael lernt in Berlin Baseball. Früher spielte er Fußball. Doch das fand er nicht so cool wie seinen neuen Sport.

Beim Baseball ist auf dem Feld jede Menge los. Wenn man die Regeln kennt, macht’s richtig Spaß.

shz.de von
19. Mai 2015, 01:04 Uhr

„Zwei Hände, Michael, zwei Hände!“, ruft William quer über den Ascheplatz. Michael nickt und nimmt sofort seine rechte Hand zur Hilfe - wie vom Trainer gewünscht. Michael ist zwölf Jahre alt.

An seiner linken Hand trägt er einen schwarzen Handschuh. Es sieht so aus, als sei er Michael viel zu groß. Um einen schnellen Ball zu fangen, ist er aber genau richtig. Der Zwölfjährige aus Berlin spielt Baseball (gesprochen: Bäisboal). Das ist eine Sportart aus dem Land USA. Sie erinnert ein bisschen an Brennball. Dieses Spiel kennst du vielleicht aus dem Sportunterricht. Baseball ist aber viel komplizierter. Es gibt sehr viele Regeln. Zwei Mannschaften treten gegeneinander an. Die Spieler werfen, schlagen, laufen und fangen. Natürlich nicht alles gleichzeitig, das wäre ein bisschen viel.

Heute üben Michael und die anderen Werfen und Fangen, immer zu zweit. Michael wirft sich mit seinem Freund Felix den Ball zu. „Ich habe vorher Fußball gespielt“, berichtet er. „Aber dann hat mir Felix erzählt, wie cool Baseball ist. Deshalb habe ich mir das mal angeschaut.“ Seit ein paar Wochen ist er jetzt dabei.

Trainer William kommt zu den beiden über den Platz gelaufen. Er erklärt die Sache mit der zweiten Hand: „Wenn man den Ball mit dem Handschuh gefangen hat, muss man sofort die andere Hand dazunehmen.

Damit der Ball nicht wieder herausfällt und auf dem Boden landet. Und damit man ihn sofort weiterwerfen kann.“ Das ist beim Baseball wichtig. Zumindest für die Mannschaft, die gerade verteidigt. Das gegnerische Team ist im Angriff. Einer der Angreifer versucht, den Ball mit dem Baseball-Schläger möglichst weit zu schlagen.

Dann lässt er den Schläger fallen und läuft ums Spielfeld. Auf seinem Weg gibt es besondere Stationen. Sie heißen Bases (gesprochen: Bäisses). Daher kommt auch der Name der Sportart. Eine Base ist ein sicherer Punkt, wo der Spieler stehen bleiben kann. Die verteidigende Mannschaft versucht, genau das zu verhindern: dass ein Gegner eine rettende Base erreicht. Dafür müssen sich die Spieler den Ball schnappen und zu einer Base werfen. Und zwar bevor der Gegner dort ankommt.

Gelingt das, scheidet der Angreifer aus. Er kann in diesem Durchgang keinen Punkt mehr für sein Team erzielen.

Beim Schlagen und Laufen sind Michael und Felix heute noch nicht angekommen. Die beiden Jungs werfen weiter hin und her. Michael fängt den Ball. Sofort holt er ihn mit der anderen Hand aus dem Handschuh und wirft zurück. „Ja, genau so. Das war gut, Michael!“, sagt Trainer William. Michael grinst. So läuft das also mit den zwei Händen.

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