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Banken : Wer leiht mir etwas Taschengeld?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Simon und Lara entdecken die Wirtschaft: In der Kina-Serie der Universität Flensburg geht es heute um Banken.

shz.de von
erstellt am 16.Apr.2014 | 01:43 Uhr

Simon ist mit seiner Schwester Lara im kleinen Supermarkt um die Ecke. Er betrachtet gerade gedankenversunken die Comic-Hefte, als ihn seine Schwester aufschrecken lässt: „So ein Mist!“, ruft Lara und stöhnt, während sie erneut die Münzen in ihrer Hand zusammenzählt. „Ich habe in diesem Monat schon fast mein ganzes Taschengeld ausgegeben und kann mir jetzt nicht einmal mehr diese Süßigkeiten kaufen und mir fehlen nur 40 Cent!“

Wer steckt hinter der Kina-Wirtschafts-Serie?

Wirtschaft ist langweilig und nur etwas für Erwachsene? Das muss nicht sein. Wirtschaftliche Themen sind etwas für Groß und Klein,  Alt und Jung und begegnen dir ständig in deinem Alltag. Begleite Lara und Simon, die Hauptfiguren der Kina-Serie „Die Welt der Wirtschaft entdecken“, und freue dich auf Spannendes rund um das Themengebiet der Wirtschaft.  Unterstützt werden Lara und Simon von Professor  Ilona Ebbers, Alexander Langanka und Ann-Kathrin Beckmann von der Universität Flensburg, die  die Artikel in Zusammenarbeit mit der Kina-Redaktion  schreiben. 

 

Simon erkennt seine Chance und schlendert rüber zu Lara. „Was hältst du davon“, sagt er, „wenn ich dir die fehlenden 40 Cent bis nächste Woche leihen würde? Dann kannst du dir die Süßigkeiten jetzt kaufen.“ „Das würdest du machen?“, fragt Lara hoffnungsvoll. „Das wäre richtig klasse von dir.“

„Aber klar mache ich das“, sagt Simon, „du zahlst mir dann einfach 50 Cent zurück, wenn Mama und Papa uns unser nächstes Taschengeld geben.“ „Moment mal“, wirft Lara ein, „ich habe mir von dir nur 40 Cent geliehen und du willst dann 50 Cent zurückbekommen? Das ist doch unfair!“ Das findet Simon ganz und gar nicht: „Überleg doch mal: In der Zeit, in der ich dir das Geld leihe, kann ich die 40 Cent ja nicht nutzen, um mir etwas zu kaufen. Deshalb finde ich es gerecht, dass ich mir das von dir mit 10 Cent bezahlen lasse.“ Zwar findet Lara, dass 10 Cent doch etwas zu viel sind, aber sie hat so einen Appetit auf Süßes, dass sie dem Vorschlag ihres Bruders zustimmt. So verlässt Lara den Supermarkt mit ihren Süßigkeiten und Simon mit einem neuen Comic-Heft.

Auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt erwartet die beiden schon der Vater. Auf dem Weg nach Hause erzählt Lara ihm vom Handel mit ihrem Bruder und auch Simon freut sich, dass er seiner Schwester helfen konnte und zugleich noch 10 Cent daran verdient hat.

„Simon, du bist ja ein schlaues Kerlchen!“, ruft sein Vater nachdem Lara die Geschichte zu Ende erzählt hatte. „Du könntest ja fast bei uns in der Bank arbeiten.“ Das macht Simon stolz und er fragt seinen Vater: „Verleiht ihr auch Geld an andere, damit sie sich Süßigkeiten kaufen können?“ „Naja“, lacht der Vater, „für Süßigkeiten wird sich wohl keiner von uns etwas leihen wollen, für andere Dinge aber schon. Schaut mal da drüben!“, sagt Vater und zeigt auf ein kleines eingezäuntes Grundstück, auf dem ein neues Haus errichtet wird. „Viele Menschen leihen sich zum Beispiel Geld wenn sie ein Haus bauen wollen. Der Bau dieses Hauses wird bestimmt auch mit dem verliehenen Geld einer Bank bezahlt.“

„Bekommt ihr dann auch mehr zurück als ihr verliehen habt?“, fragt Simon. „Ja, damit verdienen wir ja unser Geld. Den Betrag, den wir zusätzlich zu dem verliehenen Geld zurückbekommen, wird von uns auch Zinsen genannt. Erst durch diese Zinsen lohnt es sich für uns, etwas zu verleihen“, erklärt der Vater.

„Aber woher habt ihr denn das ganze Geld, das ihr verleiht?“, fragt Lara und wippt dabei aufgeregt auf ihren Zehenspitzen. „Eine gute Frage!“, lobt der Vater. „Hauptsächlich bekommen wir es von anderen Menschen, die ihre Ersparnisse bei uns in der Bank einzahlen. Für diese Einzahlungen bekommen diese Personen dann auch Zinsen von uns, die allerdings geringer sind, als wenn sie sich Geld von uns leihen würden.“ „Dann können Lara und ich auch den Inhalt unserer Spardosen einzahlen und bekommen dann Zinsen von deiner Bank!“, überlegt Simon. „Stimmt“, lächelt ihr Vater, „aber reich machen wird es euch nicht. Es hat neben den Zinsen aber noch andere Vorteile, sein Geld auf der Bank zu haben: Ihr müsst es zum Beispiel nicht zu Hause verwahren. Das Sparschwein würde bald zu klein sein für eure Geldscheine und die vielen Münzen, wenn ihr fleißig spart. Morgen dürft ihr beiden mich in der Bank besuchen und dann zeige ich euch alles. Und eure Spardosen nehmt ihr auch mit. Was haltet ihr von dem Vorschlag?“

Damit sind Lara und Simon natürlich sehr einverstanden. „Und nächstes Mal,“ sagt Simon, „leihe ich dir das Geld auch ohne Zinsen.“

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