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Politik : Wenn Politiker plötzlich in Firmen arbeiten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Aufregung um einen Jobwechsel vom Bundestag zur Deutschen Bahn.

shz.de von
erstellt am 07.Jan.2014 | 00:33 Uhr

Ein neuer Job ist eigentlich keine große Sache. Über einen Job-Wechsel sprechen aber gerade eine Menge Leute. Dabei geht es um Ronald Pofalla (Foto). Er war bis vor Kurzem ein wichtiger Politiker in Deutschland.

Nun will er in einem Unternehmen arbeiten, heißt es. Und zwar bei der Deutschen Bahn. Doch viele Leute finden: Politiker sollen nicht so schnell in große Unternehmen wechseln.

Hier erfährst du einige Dinge, die für oder gegen so einen Job-Wechsel sprechen:.

DAGEGEN: Politiker in wichtigen Ämtern kennen andere Politiker in wichtigen Ämtern. Sie treffen sich und entscheiden Dinge zusammen. Manche sind auch miteinander befreundet. Hört ein Politiker nun in seinem Job auf, kennt er trotzdem seine alten Kollegen. Das könnte er ausnutzen, befürchten manche Fachleute.

Politiker haben nämlich viel Macht – zum Beispiel Politiker der Bundesregierung. Sie entscheiden, wo es in Deutschland langgeht. Etwa darüber, welche Gesetze gelten. Arbeitet der frühere Politiker nun zum Beispiel in einer großen Firma, könnte er versuchen, für diese Firma Vorteile herauszuschlagen. Zum Beispiel, dass ihr bestimmte Sachen erlaubt werden.

Experten sagen darum: Es ist allen anderen gegenüber unfair, die diese Kontakte nicht haben. Außerdem sollen Politiker entscheiden, was das Beste für alle Bürger ist – und nicht etwa nur das Beste für eine einzige Firma.

DAFÜR: Politiker haben ihre Jobs oft nur für ein paar Jahre. Doch danach brauchen sie schließlich Arbeit. Manche Experten sagen darum: Es wäre nicht fair, Politikern vorzuschreiben, was sie später tun dürfen und was nicht. Außerdem würde es schwierig werden, die Grenze zu ziehen: Ist etwa eine Arbeit in einem Schuhladen okay, aber in einer großen Schuhfirma nicht?

Sie finden: Politiker sollten sich, wie alle anderen Menschen in Deutschland, frei für einen Job entscheiden dürfen.

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