Tiere : Wenn Gorilla-Waisen eine neue Familie finden

Affen sind sehr verspielt: Diesen Spielball scheint der Berggorilla aus Rumangabo zu mögen.
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Affen sind sehr verspielt: Diesen Spielball scheint der Berggorilla aus Rumangabo zu mögen.

In Rumangabo in Afrika befindet sich ein ganz besonderes Waisenhaus. Es nimmt Gorillas auf.

shz.de von
24. April 2017, 03:45 Uhr

In einem Land in Afrika gibt es ein besonderes Waisenhaus. Es ist für Berggorillas. Dort leben Tiere, die in freier Natur ihre Eltern verloren haben.

Ndakasi zum Beispiel. Die Mutter des Berggorilla-Weibchens wurde vor vielen Jahren von Wilderern getötet. Ndakasi war damals noch ein Baby. Sie wurde gefunden und in das Waisenhaus gebracht. Es befindet sich in einem Nationalpark im Land namens Demokratische Republik Kongo.

Außer Nadakasi leben dort noch drei weitere Berggorillas. Sie seien zu einer Familie geworden, sagt André Bauma. Er ist der Leiter des Zentrums.

Berggorillas gibt es nur im Kongo und in den Nachbarländern Ruanda und Uganda. Sie sind vom Aussterben bedroht. Das liegt daran, dass viel von ihrem Lebensraum zerstört wurde, etwa für Felder von Bauern.

Außerdem wildern Menschen die Gorillas: Sie töten die Affen, obwohl das verboten ist.

Die vier Berggorillas werden nicht mehr in freier Natur leben. „Sie freizulassen, würde ihr Leben aufs Spiel setzen. Das könnte schiefgehen“, sagt André Bauma. „Darum wollen wir uns lieber bemühen, ihr Gehege zu verbessern“.

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