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Im Museum : Wenn Burgherrinnen sich zoffen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Wie war es vor Jahrhunderten im Schloss Gottorf? Die Kina-Reporter finden es heraus - und interviewen die früheren Schlossbewohnerinnen.

12:30 Uhr in der Gotischen Halle. Eine Prinzessin aus dem 17. Jahrhundert steht einer mittelalterlichen Burgherrin gegenüber. Jede war zu ihren Lebzeiten Herrscherin von Schloss Gottorf. Beide berichten, was einmal in dieser Halle gewesen ist – und das war sehr unterschiedlich. Erst haben hier die Ritter gelebt, später Feldherren studiert.

Der nächste Raum ist die Küche. „Hier wurden für uns oft bis zu 16 Gänge zubereitet“, erzählt die Prinzessin. „Uns haben drei Gänge gereicht“, sagt die Burgherrin.

Dann geht es in die Gemächer der Damen. In der Zeit des Barocks, vor rund 300 bis 400 Jahren, hatte jede Prinzessin ihre eigene Etage mit einer Suite, auch genannt Belle Etage, mit vielen Möbeln und Dekorationen.

Im Mittelalter, vor etwa 500 bis 600 Jahren, hatte die Burgherrin lediglich ein Zimmer mit einer Truhe, in der sie ihre Habseligkeiten aufbewahrte. Diese wurde als Bett, Tisch und Bank verwendet.

Die Prinzessin verrät uns, dass eine feine Dame immer einen Ohrlöffel unter ihrem Rock trug, dieser ist ein Löffelchen, mit dem man den Schmutz aus den Ohren entfernte.

Die Führung geht zu Ende und nun können wir die Prinzessin (Astrid Bade) und die Burgherrin (Claudia Ziegeler) persönlich interviewen.
Frau Bade, wie lange arbeiten Sie hier im Schloss?
Tatsächlich arbeite ich hier jetzt schon seit zehn Jahren.
Warum arbeiten Sie ausgerechnet hier?
Wegen meiner Liebe zur Geschichte. Es ist für mich das Schönste, den Kindern die Geschichte bildlich zu vermitteln.
Jetzt zu ihnen Frau Ziegeler. Wie lange arbeiten Sie jetzt schon hier?
Ich arbeite hier seit 1997, also seit fast 20 Jahren. Damals hatte ich vier kleine Kinder. Es war ein harter Weg, aber nun liebe ich meine Arbeit.
Was ist denn an dieser Arbeit das Schönste für Sie?
Das Schönste ist, die Geschichte humorvoll und lustig an Kinder und Erwachsene zu überliefern.


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erstellt am 01.Mär.2016 | 01:39 Uhr

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