Welttag der Alphabetisierung: Millionen Menschen können nicht lesen und schreiben

Unser Alphabet entstand aus einer Variante, die die Römer vor ewig langer Zeit entwickelten.
Unser Alphabet entstand aus einer Variante, die die Römer vor ewig langer Zeit entwickelten.

shz.de von
02. September 2013, 00:31 Uhr

Lesen und schreiben kann doch jeder Erwachsene! Oder etwa nicht? Nicht wirklich - viele Millionen Menschen auf der Welt können das nicht richtig. Besonders viele dieser An-alpha-beten leben in Ländern in Asien und Afrika. Dass es diese Menschen gibt, daran soll ein besonderer Tag erinnern: der Welttag der Alphabetisierung. Er ist immer am 8. September, in diesem Jahr also am kommenden Sonntag.

Dass Menschen mit Buchstaben und Sätzen nicht zurechtkommen, liegt an verschiedenen Dingen: Manche Leute sind als Kind nicht zur Schule gegangen. Oder sie waren nur einige Zeit dort. Denn gerade in armen Familien in Afrika und Asien müssen die Kinder arbeiten und Geld verdienen. Da bleibt dann keine Zeit mehr, in die Schule zu gehen.

Oder aber die Schule kostet Geld. Viele Familien haben nicht genug davon, um alle Kinder zum Unterricht zu schicken. Wer das Lesen und Schreiben beherrscht, hat viel bessere Chancen, einen guten Beruf zu erlernen. Und dadurch mehr Geld zu verdienen.

Außerdem macht Lesen schlau. Man erfährt viele Dinge. Menschen bilden sich dadurch eine eigene Meinung. Sie müssen dann nicht einfach glauben, was andere ihnen erzählen - etwa Politiker.

Auch in Deutschland leben Erwachsene, die nicht richtig lesen und schreiben können. Viele von ihnen schaffen es, das zu verheimlichen. Es ist ihnen peinlich. Doch diesen Leuten kann geholfen werden. Es gibt nämlich Kurse, in denen auch Erwachsene noch richtig gut lesen und schreiben lernen.

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