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Weihnachten auf der Welt : Weihnachten in Pakistan

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Anil Amin und seine Familie besuchen auch außerhalb der Feiertage häufig die Kirche.

Sooo viele Leckereien! Auf die freut sich Anil Amin besonders, wenn er an Weihnachten denkt. Der Achtjährige lebt in dem Land Pakistan. Das liegt in Südasien. Die Naschereien, die es bei ihm zu Hause gibt, heißen zum Beispiel Namak Pare, Gosche oder Puri. „Meine Mutter macht sie selber, und wir bekommen sie zu Mitternacht am 24. Dezember. Weil, da fängt Weihnachten an“, erzählt Anil. „Namak Pare ist salziger Teig, der in heißes Öl geworfen wird. Er wird dann ganz knusprig“, erklärt er. Gosche sind mit getrockneten Früchten gefüllte Teigtaschen. „Puri sind wie ganz kleine, hohle Teigballons. Wir essen sie heiß mit süßer Halwa-Paste. Halwa machen wir mit Honig und Möhren.“ Was da sonst noch reinkommt, hat Anil aber vergessen.

Ob er Geschenke bekommt, weiß Anil nicht. „Die Nonnen machen manchmal kleine Pakete für uns Kinder fertig und geben sie uns in der Kirche. Da ist dann ein Hemd drin oder Süßigkeiten“, sagt der Achtjährige. „Mein Vater gibt uns manchmal neue Kleider und Schuhe. Am tollsten ist an Weihnachten die Kirche“, findet Anil. „Wir gehen viel in die Kirche. Wir singen dann sehr laut. Und alles ist sehr schön geschmückt.“ Danach ist die Familie wieder zu Hause. „Wir haben einen Baum, der ist nicht echt. Er steht im Zimmer meines Bruders, weil er die Wände so schön angemalt hat. Mit vielen Herzen. Und auf der Wand ist auch ein Bild vom Papst.“ Das ist das Oberhaupt der katholischen Kirche.

Anil und seine Familie sind Christen. Sie wünschen an Weihnachten „bara din mubarak ho“. Das heißt „frohe Weihnachten“ auf Urdu.

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erstellt am 03.Dez.2016 | 03:06 Uhr

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