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Was würdest du mitnehmen, wenn du fliehen müsstest?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 25.Okt.2015 | 16:28 Uhr

Seit ein paar Monaten bewegt uns in Deutschland ein wichtiges Thema: Menschen müssen aus ihrer Heimat fliehen, denn dort herrscht Krieg. Tausende suchen auch in Deutschland Schutz. Viele Helfer versorgen jetzt die Menschen, die man als Flüchtlinge bezeichnet, mit Essen, Kleidung und suchen für sie nach warmen Unterkünften und Wohnungen.

Doch was haben diese Menschen eigentlich erlebt und wie fühlen sie sich jetzt? Die Mädchen und Jungs der Ostseeschule in Flensburg haben zu diesem Thema eine eigene Projektwoche auf die Beine gestellt und sich jede Menge Gedanken gemacht.

Unter anderem kam der 34-jährige Mohammed aus Syrien in die Schule und hatte seinen Sohn, der sechs Jahre alt ist, dabei. Er hatte auch seinen Freund Niklas mitgenommen, der konnte übersetzen. Mohammed erzählte von seiner Flucht und dass er seine Familie zurücklassen musste. 20 Tage lang waren sie unterwegs. Vier Tage hatten die Beiden weder zu essen noch zu trinken. „Das war schlimm“, sagt er. In seiner Heimat war er Verkäufer, jetzt würde er gern wieder arbeiten können. Ein paar Sätze kann Mohammed schon auf Deutsch sagen. Nach dem Treffen haben sich die Schüler zusammengesetzt und sich überlegt, was man mitnehmen würde, wenn man selbst fliehen müsste. Sie packten einen großen Koffer mit allem, was ihnen wichtig ist. Unter anderem waren eine Pfanne, ein Gaskocher, eine Trinkflasche, eine Taschenlampe, ein Taschenmesser, eine volle Brotdose, ein Kartenspiel und ein Familienfoto mit dabei. „Der Begriff ‚Flüchtling‘ hat sich nach dieser Woche für uns von selbst aufgelöst“, freut sich Klassenlehrer Christoph Alberti.

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