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Kina-Serie : Was kostet das Kastanienmännchen?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Lara und Simon errechnen Produktionskosten: Kina erklärt die Welt der Wirtschaft kinderleicht mit der Universität Flensburg.

Es ist alles vorbereitet: Die Decke ist ausgelegt. Darauf haben Lara und ihr Bruder Simon Figuren aufgestellt, die sie aus Streichhölzern und Kastanien gebastelt haben. Ein großes Schild mit der Aufschrift „Handgemachte Kastanienfiguren zu verkaufen“, haben die beiden bereits hinter sich an der Hauswand angeklebt.

Kina-Serie: Entdecke die Welt der Wirtschaft

Wirtschaft ist langweilig und nur etwas für Erwachsene? Das muss nicht sein. Wirtschaftliche Themen sind etwas für Groß und Klein,  Alt und Jung und begegnen dir ständig in deinem Alltag. Begleite Lara und Simon, die Hauptfiguren der Kina-Serie „Die Welt der Wirtschaft entdecken“, und freue dich auf Spannendes rund um das Themengebiet der Wirtschaft.  Unterstützt werden Lara und Simon von Professor  Ilona Ebbers, Alexander Langanka und Ann-Kathrin Beckmann von der Universität Flensburg, die  die Artikel in Zusammenarbeit mit der Kina-Redaktion  schreiben.

 

Nun sitzen die Geschwister vor ihrem Elternhaus und warten auf ihre ersten Kunden. Bald schon erscheint Frau Schmitz, eine ältere Dame, die in der Nachbarschaft wohnt. Sie betrachtet neugierig die ausgelegte Ware auf der Wolldecke und zeigt schließlich auf ein besonders gut gelungenes Kastanienmännchen: „Na, ihr Zwei. Das sind ja schöne Kastanienfiguren die ihr da habt. Was soll den dieses Männchen hier kosten?“

Das ist eine gute Frage! Ehrlich gesagt hatten sich Lara und Simon darüber noch gar keine Gedanken gemacht. „Weil Sie unsere erste Kundin sind, ist dieser hier gratis“, sagt Simon schnell und überreicht Frau Schmitz die kleine Figur von der Decke. „Das ist aber lieb von euch“, freut sich die ältere Dame, „aber eine kleine Spende sollt ihr trotzdem von mir bekommen“, und überreicht den Geschwistern eine Euromünze.

Nachdem sich Lara und Simon bedankt hatten und Frau Schmitz weitergegangen war, müssen die beiden erst einmal durchatmen: „Mann, war das peinlich“, stöhnt Simon. „Wir hätten uns vorher echt mal Gedanken machen müssen, was unsere Figuren denn nun kosten sollen. Hast Du eine Idee, Lara?“ „Naja“, sagt seine Schwester, „als ich Mutti vor einer Weile mal gefragt hatte, zu welchem Preis sie ihre Möbel in der Tischlerei verkauft, da meinte sie, man müsste sie mindestens zu einem Preis verkaufen, der so hoch ist wie das, was das verarbeitete Holz und die Arbeit daran gekostet hat.“ „Ansonsten würde Mama ja auch Geld verlieren!“, ruft Simon.

„Mal überlegen, die Kastanien haben wir selbst gesammelt, die kosten uns also nichts. Und auch die Streichhölzer waren nicht teuer. Wir können unsere Figuren also sehr günstig verkaufen. Was hältst du von 5 Cents, Lara?“ „Wir haben aber auch Zeit damit verbracht, die Figuren erst zu basteln und ein bisschen Geld wollen wir ja auch mit dem Verkauf verdienen“, wirft Lara ein. „Stimmt schon“, sagt Simon, „aber wenn wir zu teuer sind, wird niemand mehr unsere Figuren kaufen wollen.“ Die beiden merken schnell: Den richtigen Verkaufspreis zu finden, ist nicht einfach.

Nach einer langen Diskussion entscheiden sich Lara und Simon für einen Verkaufspreis von 20 Cents. Ein faires Angebot, wie die beiden finden. Und das lange Nachdenken über den Preis macht sich bezahlt: Am Ende des Tages haben Simon und Lara alle Figuren verkauft. Das verdiente Geld wird gerecht geteilt und kommt in die Spardosen der Geschwister.

„Das lief super!“, freut sich Lara beim gemeinsamen Abendbrot mit der Familie. „Das machen wir morgen wieder!“ Auch Simon ist begeistert: „Aber klar! Ich habe auch schon Ideen für neue Figuren, die wir morgen dann basteln können.“ Nach einem kurzen Blick zu den Eltern fügt Simon grinsend hinzu: „Natürlich erst, nachdem die Hausaufgaben fertig sind.“

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erstellt am 26.Mai.2014 | 01:44 Uhr

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