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Kindernachrichten

15. Dezember 2017 | 17:35 Uhr

Was ist eigentlich Fracking?

vom

Mit Erdgas kann man einiges machen: Wohnungen heizen, Auto fahren oder Strom herstellen. Doch eine neue Fördermethode ist umstritten.

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Stadthagen | Es sieht aus wie auf einem normalen Sportplatz: Der Rasen ist grün. Ein paar Erwachsene spielen darauf Fußball. Gleich daneben beginnt der Acker. Hier soll irgendwo ein Schatz liegen? Das kann man sich auf den ersten Blick nicht vorstellen.

Der Sportplatz gehört zum Dorf Niedernwöhren. Das liegt im Bundesland Niedersachsen. Irgendwo dort soll es Erdgas geben. Allerdings tief unter dem Dorf. "Dass es in dieser Gegend Erdgas gibt, weiß man schon lange. Mit dem Erdgas in den besonderen Gesteinen konnte man bisher aber nicht viel anfangen", sagt Harald Andruleit. Er ist Geologe und kennt sich gut mit Bodenschätzen wie Erdgas aus.

In Deutschland ist Erdgas manchmal fest im Gestein eingeschlossen. "Dieses besondere Gestein nennt man zum Beispiel Schiefergas", sagt der Fachmann. Das Gestein hat sehr viele, kleine Hohlräume. Ein bisschen wie eine Luftschokolade, nur viel kleiner.

Um an dieses Erdgas heranzukommen, gibt es eine besondere Technik. Sie heißt Fracking (gesprochen: Fräcking). Das Wort kommt aus dem Englischen und bedeutet so etwas wie "aufbrechen". Ingenieure bohren dafür lange Löcher in die Erde. Erst senkrecht und tief unten, dann auch zur Seite. Dann wird Wasser mit Sand und Chemikalien gemischt. Diese Mischung pressen die Leute in die Löcher. Im Gestein bilden sich so feine Risse - so kann das Erdgas heraus. Das hört sich eigentlich einfach an.

Viele Menschen finden das Fracking aber gar nicht gut. Zum Beispiel deshalb, weil dabei mit dem Wasser auch Chemikalien in den tiefen Untergrund gepresst werden. Die Leute fürchten etwa, das könnte das Trinkwasser und die Umwelt vergiften. In Deutschland wird Fracking nicht genutzt, um Schiefergas aus dem Boden zu holen. Politiker streiten noch darüber, ob das erlaubt werden soll.

Die Unternehmen sehen sich aber schon mal um, ob sie irgendwo gut Erdgas aus dem Boden herausbekommen. In Niedernwöhren hat eine Firma beim Sportplatz schon mal gebohrt - etwa 1000 Meter tief in die Erde. Ob sie dort das Erdgas mit Fracking irgendwann herausholen werden, ist noch nicht klar. Bis man das weiß, kann es auch noch dauern.

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