Mach mit : Wählt eure Juniorbotschafter

„Wir machen Krach, wenn Kinderrechte verletzt werden“, die Klasse 6c schlägt Alarm für die Rechte der Kriegskinder und hofft auf viele Stimmen im Online-Voting.
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„Wir machen Krach, wenn Kinderrechte verletzt werden“, die Klasse 6c schlägt Alarm für die Rechte der Kriegskinder und hofft auf viele Stimmen im Online-Voting.

Die Klasse 6c der Auguste-Viktoria-Schule in Itzehoe setzt sich mit Unicef für Kriegskinder in Syrien ein. Ihr könnte sie im Online-Voting unterstützen.

shz.de von
07. Juni 2014, 01:45 Uhr

„In Syrien ist es für einige Kinder normal, wenn Bomben explodieren“, erzählt Mia aus Itzehoe. Im Unterricht hat die Zwölfjährige mit ihrer Klasse einen Filmbericht über „Die Kinder des Krieges“ gesehen. Die Bilder und Geschichten, die Auslandkorrespondent Jörg Armbruster im Krisengebiet gesammelt hat, bewegten die ganze Klasse so sehr, dass sie sich jetzt als Unicef-Botschafter engagieren. „Im Film hat man gesehen, wie ängstlich die Kinder waren. Aber sie haben auch erzählt, dass der Krieg Alltag für sie ist“, sagt Aycan.

Auch Lennart ist beindruckt. Die Selbstverständlichkeit, mit der dort die Menschen seit drei Jahren im Bürgerkrieg leben, passt nicht zu dem Leben, das er aus Deutschland kennt: „Als im Film eine Bombe eingeschlagen ist, hat das niemanden gestört“, erzählt er, „aber als hier vor einiger Zeit ein Haus explodierte, da hat das ganze Land drauf geschaut.“

Das war Anfang März. Alle Medien in Schleswig-Holstein berichteten groß über eine Gas-Explosion in einem Mehrfamilienhaus. Durch den Unfall sah es in Itzehoe, mitten in Schleswig-Holstein, kurzzeitig aus wie im Krieg. Es lagen Trümmer auf den Straßen, durch die Druckwelle waren die Fensterscheiben auch in vielen Nachbarhäusern zersprungen und viele Menschen hatten plötzlich kein Dach mehr über dem Kopf.

Lennarts Schule, die Auguste-Viktoria-Schule in Itzehoe, liegt nur wenige Straßen von dem Unglücksort entfernt. Doch für ihn und seine Mitschüler war es ein einmaliger Schrecken, heute können er und seine Mitschüler wieder normal zur Schule gehen. In Syrien ist das anders, weiß Leonie: „Die wünschen sich nichts anderes, als den Tag zu überleben.“

Die Sechstklässler haben ihr Leben im Frieden mit dem Leben und den Wünschen der syrischen Kinder in Form von ausgedachten Tagebucheinträgen gegenübergestellt. „Die wünschen sich, das es aufhört. Dagegen sind wir ganz schön naiv. Wir können glücklich sein, mit dem was wir haben“, fasst Aycan zusammen. Mit ihrer Klasse ist sie aktiv geworden, sie haben Waffeln gebacken und auf der Straße Spenden für neue Schulssachen gesammelt, die die Kinder in Syrien bekommen sollen. „Wir machen Krach, wenn Kinderrechte verletzt werden!“ – mit diesem Motto treten die Schüler als Unicef-Juniorbotschafter an.

Am 29. Juni werden sie nach Frankfurt reisen und dort einen Tag später an einer offiziellen Ehrung teilnehmen. Dabei können die Schüler Unterstützung brauchen. Denn es findet auch ein Online-Voting statt. Klick hier: Auf der Seite www.younicef.de kannst du mitmachen und aus den 20 Finalisten deine Lieblings-Juniorbotschafter-Aktion wählen.

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