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Interview mit Luna Simao : Von Youtube zum Bundesvision Song Contest

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Lübeckerin Luna Simao tritt heute im Bundesvision Song Contest für Schleswig-Holstein an. Ihre Gegner: Bands und Sänger aus 15 Bundesländern.

shz.de von
erstellt am 26.Sep.2013 | 00:36 Uhr

Ohne Umschweife gesteht Luna Simao, 17, dass sie vor ihrem Auftritt bei Stefan Raabs „Bundesvision Song Contest“ heute Abend ziemlich aufgeregt ist. Die Schülerin aus Lübeck geht mit ihrem Soulpop-Stück „Es geht bis zu den Wolken“ für Schleswig-Holstein an den Start. Sich gegen Stars wie Max Herre zu behaupten, wird sicher nicht leicht. Aber die Tochter einer Deutschen und eines Afrikaners hat sich ganz fest vorgenommen, alles zu geben.

 

 


Worum geht es in deinem Lied „Es geht bis zu den Wolken“?
Ums Fernweh. Ich habe Lust darauf, aus dem Alltag auszubrechen und neue Dinge zu entdecken.
Heißt das, Lübeck ist dir plötzlich zu eng geworden?
Nein. Selbst wenn ich nach dem Abitur woanders hingehen sollte, wird diese Stadt immer meine Heimat bleiben. Schließlich bin ich hier aufgewachsen. Was ich besonders an Lübeck mag: die Nähe zum Wasser. Es gibt viele schöne Plätze, wo man in aller Ruhe nachdenken oder mit Freunden reden kann.
Du wohnst bei deiner Mutter, dein Vater lebt ihn Brüssel. Seht ihr euch regelmäßig?
Ich besuche ihn und seine Familie so oft wie möglich in den Ferien. Meine acht Halbgeschwister sind übrigens auch alle sehr musikalisch. Rein theoretisch könnten wir eine riesige Band gründen.
Machst du eigentlich schon lange Musik?
Als Kind hatte ich Gitarren- und Klavierunterricht, mit 13 begann ich dann, bei YouTube Videos einzustellen, in denen ich die Songs anderer Künstler singe. So hat mich mein Produzent Dennis Schneider entdeckt.
Willst du jetzt hauptberuflich Sängerin werden?
Mein erstes Album ist fast fertig, also ja. Einen richtigen Plan B habe ich nicht, falls es mit der Musik doch nicht klappt. Weil ich Fremdsprachen mag und gern mit Menschen arbeite, könnte ich vielleicht Lehrerin werden. Ich würde dann versuchen, einen Job im Ausland zu kriegen. Aber das ist nur so eine unbestimmte Idee.
Dein Vater kommt ursprünglich aus Angola. Wäre Afrika für dich spannend?
Klar. Ich möchte das Heimatland meines Papas unbedingt kennenlernen. Wenigstens hat er mir stets afrikanische Traditionen nahegebracht. Ich hätte es wirklich schade gefunden, wenn ich nur mit der deutschen Kultur groß geworden wäre.

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