zur Navigation springen

Politik : Viel Aufregung um einen Prozess in der Türkei

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 26.Okt.2017 | 01:33 Uhr

Ein Deutscher steht im Land Türkei vor Gericht. Für diesen Prozess interessieren sich viele Menschen. Das liegt auch daran, dass die Regierungen von Deutschland und der Türkei sich deshalb streiten.

Worum geht es in dem Prozess?

Insgesamt stehen seit Mittwoch elf Menschen vor Gericht. Der Vorwurf gegen sie lautet: Sie sollen Terroristen unterstützt haben. Der Deutsche Peter Steudtner ist einer der Angeklagten. Diese sagen, der Vorwurf sei nicht wahr. Das Gericht soll nun entscheiden, ob die Vorwürfe stimmen oder nicht.

Warum gibt es deshalb Streit zwischen Deutschland und der Türkei?

Die deutsche Regierung meint, die Vorwürfe gegen Peter Steudtner und andere seien falsch. Sie verlangt ihre Freilassung. Außerdem wirft sie der Türkei vor, diese Leute unfair zu behandeln. Die türkische Regierung meint hingegen, sie bekomme etwa von Deutschland zu wenig Unterstützung im Kampf gegen Terroristen. Experten sagen, wenn Peter Steudtner frei kommt, dann könnte das Verhältnis zwischen beiden Ländern wieder besser werden.

Wer ist der Mann, der vor Gericht steht?

Peter Steudtner arbeitet als Fotograf und Filmemacher. Zudem ist er Experte für Menschenrechte. Seit vielen Jahren kümmert er sich um Projekte, in denen es um Frieden geht. Zum Beispiel unterrichtet er, wie man einen Streit ohne Gewalt löst. In der Türkei war Peter Steudtner, um dort einen Kurs für Menschenrechtler zu geben. Dort wurde er im Juli verhaftet.

Wer hilft dem Mann?

Viele Menschen versuchen, Peter Steudtner zu helfen. Seine Anwälte in der Türkei etwa. Sie wollen vor Gericht beweisen, dass er nichts Verbotenes getan hat. Der deutsche Botschafter besucht ihn im Gefängnis. Familie und Freunde schreiben Briefe. Und seine Kirchengemeinde in Berlin betet für Peter Steudtner.

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen