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Kindernachrichten

19. August 2017 | 09:46 Uhr

Sport : Verrückt nach Fußball

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Am Ball macht Pauline so schnell niemand etwas vor. Die 13-Jährige ist eine der besten Spielerin ihres Alters.

Wenn es nach Paulines Mama gegangen wäre, hätte ihre Tochter mit einem anderen Sport angefangen. „Leichtathletik hätte ich für sie klasse gefunden“, sagt Andrea Wimmer. „Schließlich kann Pauline richtig weit werfen. Und sie ist wahnsinnig schnell.“ Aber Fußball? „Na ja!“ Frau Wimmer schaut ihre Tochter an und lacht.

Zum Glück hat sich Pauline damals durchgesetzt. Denn die 13-Jährige gehört heute zu den besten Fußballerinnen ihres Alters in Deutschland. Deshalb spielt sie auch in der Nationalmannschaft der U15-Juniorinnen. Dort ist sie eine der Jüngsten. Die meisten ihrer Mitspielerinnen sind 14 oder 15 Jahre alt.

In ihrer Berliner Mannschaft spielt Pauline in einem Jungen-Team. „Die Jungs gehen ganz anders in die Zweikämpfe. Das mag ich“, sagt Pauline. „Deshalb finde ich von den Nationalspielerinnen Alexandra Popp besonders cool. Weil sie sehr körperbetont spielt.“ Genau das macht Pauline auch, wenn sie mit einem Jungen um den Ball kämpft. Angst hat sie nicht. Auch die Jungs nehmen keinerlei Rücksicht auf sie.

Warum auch? Schließlich kann sich Pauline super durchsetzen. Und gut mit dem Ball umgehen kann sie auch.

Das will sie auch an diesem Vormittag zeigen. Es ist Sonntag und ihre Mannschaft hat ein Spiel. Doch nach der ersten Hälfte liegt Paulines Team mit 0:1 zurück. Die 13-Jährige sieht unzufrieden aus, als sie mit ihren Mitspielern Richtung Kabine läuft.

„Pauline ist immer sehr selbstkritisch und nie zufrieden“, sagt ihre Mutter. „Sie ärgert sich, wenn sich die anderen ihrer Meinung nach nicht richtig anstrengen.“

Dazu hat Pauline aber in der zweiten Hälfte keinen Grund. Alle rennen ohne Ende. Sie kämpfen um jeden Ball. Dann trifft ein Mitspieler zum 1:1. Bis zum Ende bleibt es bei diesem Ergebnis.

„Immerhin noch ein Unentschieden herausgeholt“, meint Pauline nach dem Abpfiff. Dabei sieht sie deutlich zufriedener aus als in der Halbzeit.

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erstellt am 17.Mär.2015 | 05:44 Uhr

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