Unterwegs mit echten Meeresforschern

Rike (links) und Linnea arbeiten mit an einem Forschungsprojekt des Geomar-Instituts. Ihr Einsatzort: der Atlantik. Foto: Martin Visbeck/GEOMAR
Rike (links) und Linnea arbeiten mit an einem Forschungsprojekt des Geomar-Instituts. Ihr Einsatzort: der Atlantik. Foto: Martin Visbeck/GEOMAR

Die Kieler Schülerinnen Rike Pöhl und Linnea Rulle dürfen derzeit für die Forschung die Schule schwänzen.

shz.de von
13. Dezember 2012, 03:59 Uhr

Atlantik | Für die einen klingt es nach Urlaub: 27 Grad Celsius, Sonnenschein und Meer. Für zwei Schülerinnen aber klingt es nach einem großen Abenteuer. Denn Rike und Linnea aus Kiel sind auf dem Forschungsschiff "Maria S. Merian" unterwegs. Es kreuzt vor der Küste von Westafrika. Dort ist es gerade richtig schön warm.

Vier Wochen lang dürfen die beiden 15-Jährigen die deutschen Meeresforscher vom Forschungsinstitut Geomar bei ihrer Arbeit begleiten. Im Kina-Interview erzählen Rike und Linnea, wie es auf dem Forschungsschiff zugeht.

Wie ist das, so lange auf einem Schiff zu sein? Was gefällt euch?

Rike: Das Wetter ist toll. Und die Leute an Bord sind alle total nett. Man lernt jeden Tag etwas dazu. Man bekommt einen richtigen Einblick in die Arbeit der Meeresforscher. Und man darf hier richtig mitarbeiten. Ich durfte zum Beispiel beim Otis helfen. Das ist eine Art großer Schlitten, der hinter dem Schiff hergezogen wird. Den muss man natürlich vorher vorbereiten. Zum Beispiel durfte ich dabei helfen, die Pumpen auszuwechseln. Das ist toll, wenn man nicht einfach nur herumsteht, sondern wenn man richtig mithelfen darf.

Linnea: Die Forscher verlassen sich auf uns. Wenn ich zum Beispiel das Plankton zähle, dann kommt niemand daher und zählt noch mal nach.

Und seid ihr schon seekrank geworden?

Linnea: Gestern ging es mir nicht ganz so gut. Aber wenn man dann raus an die frische Luft geht und auf den Horizont schaut, dann wird das schon wieder. Wir haben ja auch gutes Wetter. Da sind die Wellen dann nicht so hoch.

Gibt es etwas, auf das ihr an Bord besonders aufpassen müsst?

Rike: Man darf es sich nicht mit der Crew verscherzen. Man muss immer freundlich und höflich sein. Und man sollte die Crew nicht in ihrer Freizeit stören. Denn auf dem Schiff wird rund um die Uhr gearbeitet, also auch nachts. Es gibt drei Schichten. Wenn die Leute von der Nachtschicht dann schlafen, muss man ein bisschen ruhiger sein. Und man sollte die Musik vielleicht nicht voll aufdrehen. Aber bislang hat sich noch niemand beschwert.

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