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kinder : Unser Spielplatz soll schöner werden

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

In Flensburg dürfen Kinder mitentscheiden.

Clara (10) wünscht sich eine Tischtennisplatte und eine Hangelstange. Hannes hätte gern einen Turm mit einer Tunnelrutsche. „Die ist schneller als die Rutsche, die jetzt da ist. Das macht mehr Spaß“, sagt der Zehnjährige. Die Kinder erklären auf dem Spielplatz Johannismühle in Flensburg, wie sie diesen Platz verbessern würden.

Britta Thomsen und Thomas Dau-Eckert vom Kinder- und Jugendbüro Flensburg hören aufmerksam zu und geben den Kindern blaue Zettel, auf die sie ihre Wünsche aufschreiben. Nele möchte ein Schalenkarussel, in das man sich reinsetzen kann. „Das habe ich schon auf anderen Spielplätzen gesehen und das fand ich total lustig“, sagt die Neunjährige. Bosse (8) hätte auch gern ein Karussel und eine Hängematte. Sie alle wohnen in der Nachbarschaft des Spielplatzes und sind ganz oft hier.

Das Kinder- und Jugendbüro kümmert sich um die Spielplätze in der Stadt. Die Mitarbeiter stellen einen Fünf-Jahresplan auf, damit alle Plätze regelmäßig gepflegt und auch überarbeitet werden. Das machen sie nicht allein, sondern sie fragen auch diejenigen, die den Platz nutzen nach ihre Ideen und Wünschen. Das nennt man Partizipation.

Die Gemeinden sind durch das Gesetz verpflichtet, Kinder einzubeziehen bei Planungen, die sie betreffen. Das ist ja auch sinnvoll, denn die Kinder wissen schließlich aus eigener Erfahrung, womit sie gerne spielen und wo es Probleme auf dem Spielplatz gibt. Die dicken Steine finden Clara, Larja, Hannes, Merle und Nele zum Beispiel gar nicht gut. „Da rutscht man immer aus und kann sich wehtun“, sagt Nele (9).

Britta Thomsen ist erstaunt. Sie dachte, die Steine sind toll zum Klettern. Doch da sind sich Kinder und Eltern einig: Die Steine sollen weg. „Das macht zwar viel Arbeit, kostet aber wenig“, sagt Thomas Dau-Eckert.

Bei den anderen Wünschen muss das Kinder- und Jugendbüro nun prüfen, was sie davon verwirklichen können. Denn es stehen nur knapp 20  000 Euro zur Verfügung. Das hört sich nach viel an, ist aber schnell verbraucht, wenn man stabile Spielgeräte kauft. Deshalb müssen sie gut planen. So dauert es noch einige Monate, bis die Kinder ihren Wunschspielplatz bekommen.

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erstellt am 04.Mär.2015 | 01:57 Uhr

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