Mitmachen : Unser eigenes Stück

Während der Proben wird Luca von einer Maskenbildnerin geschminkt. Sie kann mitentscheiden, wie sie auf der Bühne aussieht.
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Während der Proben wird Luca von einer Maskenbildnerin geschminkt. Sie kann mitentscheiden, wie sie auf der Bühne aussieht.

Die Mädchen Luca (9) und Asavela (10) spielen nicht einfach nur Theater – sie gestalten es!

shz.de von
13. Januar 2018, 17:34 Uhr

Schnell rennen Luca und Asavela durch den Saal. Sie spielen mit anderen Kindern ein Spiel, das sie sich selbst ausgedacht haben. Es ist Teil des Theaterstücks, das „Endlich“ heißt.

Die beiden Mädchen Luca und Asavela machen dabei mit. Gemeinsam mit Kindern und Erwachsenen entwickeln sie das Stück. Das bedeutet: Anfangs war nicht klar, was später auf der Bühne passiert. Fest stand nur: Es wird um Tod und Vergänglichkeit gehen, um ernste Themen also.

Kinder machen sich dazu vermutlich andere Gedanken als Erwachsene. Deshalb spielen in diesem Theaterstück Kinder und ältere Menschen, erklärt eine Theater-Fachfrau. Sie heißt Nathalie Forstman und ist Regisseurin. Das bedeutet: Sie trifft viele wichtige Entscheidungen für das Theaterstück. Trotzdem sollen alle mitreden. Das ist nicht in jedem Theaterstück so.

Asavela ist zehn Jahre alt. Sie hat schon in vielen Theaterstücken mitgespielt. „Am Anfang ist es einfacher, wenn alles vorgegeben wird“, sagt Asavela. Bei dem Theaterstück „Endlich“ müssen die Schauspieler über viele Dinge nachdenken. Etwa: Wie können sie ein bestimmtes Gefühl darstellen? „Wir sollten auch selbst mal Texte schreiben“, erzählt Asavela. Teile davon werden später auf der Bühne aufgeführt.

Die Schauspieler können auch bei den Kostümen ihre Meinung sagen. Bei einer Probe hat die neunjährige Luca ein aufwendiges Kostüm an. Ihr Gesicht ist schwarz-weiß geschminkt. Vielleicht wird sie später etwas Ähnliches auf der Bühne tragen. Immer wieder sprechen die Kinder und die Erwachsenen darüber. Denn bei dem Theaterstück wird viel ausprobiert. Manchmal heißt es: Wir machen es doch anders!

Asavela ist sicher: „Man weiß ja, dass es bei der Aufführung was Tolles wird.“

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