Umwelt : Trinkhalme sind auch Müll

Jedes Jahr landen Milliarden von Trinkhalmen aus Plastik im Müll.
Jedes Jahr landen Milliarden von Trinkhalmen aus Plastik im Müll.

Politiker diskutieren, ob sie die Umwelt mit Gesetzen vor Plastik schützen können.

shz.de von
28. Mai 2018, 22:58 Uhr

Juchu, eine Geburtstagsparty! Alle schwenken Luftballons. Auf dem Tisch stehen Limobecher mit Strohhalmen. Der Kuchen liegt auf bedruckten Tellern. Und was bleibt am Schluss von der Party übrig? Plastikmüll! Du denkst, so ein paar Becher und Plastikgabeln sind kein Problem? Experten sehen das anders: Denn überall auf der Welt entstehen so riesige Mengen Plastikmüll, zum Beispiel durch Strohhalme. Die meisten sind nämlich nicht aus Stroh, sondern aus Plastik. Fachleute schätzen, dass davon in Europa jedes Jahr Milliarden benutzt werden.

Das ergibt einen großen Haufen! Umweltschützer und Politiker in Europa machen sich darüber schon länger Sorgen. „Plastikmüll ist ohne Zweifel ein großes Thema, und die Europäer müssen dieses Problem zusammen angehen“, sagte einer von ihnen. Denn riesige Mengen davon landen in den Meeren. Das schadet Fischen, Vögeln – und am Ende auch uns Menschen.

Gestern machten Politiker Vorschläge, wie man die Meere besser schützen kann. Zum Beispiel mit Verboten: und zwar von einigen Einweg-Gegenständen, die man leicht durch weniger schädliche ersetzen könnte – wie Plastikgeschirr, Trinkhalme und Wattestäbchen.

Die Politiker finden auch: Die Hersteller bestimmter Verpackungen sollten für das Einsammeln des Mülls mitbezahlen. Bisher werde viel zu wenig Plastik wiederverwertet. Doch nicht alle finden die Vorschläge gut. Manche sagen, Menschen sollten frei entscheiden können, was sie kaufen. Andere sagen, es müsste noch strengere Regeln geben.

Bis die Vorschläge zu Regeln werden, kann noch einige Zeit vergehen. Trinkhalme aus Pappe zu benutzen, geht aber schon jetzt. Und Geburtstag mit Geschirr feiern, das man mehrfach benutzt.

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