zur Navigation springen
Kindernachrichten

20. Oktober 2017 | 04:05 Uhr

Tierfilmer – ein Traumberuf?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2013 | 00:36 Uhr

Das Green Screen Filmfestival in Eckernförde war wieder einmal ein voller Erfolg. Zum siebten Mal wurden dort in den vergangenen Tagen Naturfilme aus aller Welt gezeigt. Heute geht es zu Ende.

Bei Green Screen treffen sich Naturfilmer aus aller Welt. Wie ist es eigentlich, Tierfilmer zu sein? Ist das ein Traumberuf? Green-Screen-Maskottchen Palle und die Biologin Franziska Clauss wissen Bescheid und können diese Frage beantworten.

Was braucht ein Tierfilmer wohl am meisten? Geduld, Geduld und nochmal Geduld. Bei Spielfilmen kann man mit Technik, Gebäuden und Drehortwahl jedes Wetter austricksen und jeden Tag im Jahr filmen. Bei Naturfilmen ist das anders. Man muss immer am richtigen Ort sein, manchmal aufwendig hinreisen, ohne Komfort in der Wildnis zelten, nicht vorhandene Technik durch Improvisation ausgleichen und hoffen, dass das Wetter filmtauglich ist und man die „Schauspieler“, also erwünschten Tiere, Pflanzen, Landschaftselemente auch irgendwann dort antrifft. Somit dauert es manchmal mehrere Monate (und die manchmal weit weg von zu Hause) bis man genug Filmmaterial hat, um eine Naturdoku daraus zusammen zu stellen. Wenn man diesen Zeitaufwand umrechnet in den Lohn, den man für eine Doku bekommt, wird schnell klar, dass man wegen des Geldes sicher nicht Naturfilmer wird.

Doch in jedem Menschen steckt ja noch aus Urzeiten ein Jagd- und Sammeltrieb. Das merken wir in verschiedenen Situationen: Ihr habt sicher auch oft schon selber im Urlaub eine Sehenswürdigkeit fotografiert, obwohl es an allen Ecken davon Fotos gibt? Seht ihr, ihr wolltet das Foto selber haben (sammeln), und wenn ihr mal ein Tier gut vor die Kamera bekommen habt, habt ihr es sicher auch fotografiert – also in dieser Form gejagt.

Dieser Jagd- und Sammeltrieb ist bei den Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt und macht einen wirklich glücklich, wenn man Erfolg hat. So macht es auch Tierfilmern Spaß, wenn sie „ihr“ Tier endlich gut vor die Kameralinse bekommen.

Wenn man neben der schon erwähnten Geduld dann noch Tierliebe, Forscherdrang und Lust am draußen Sein hat, dazu nicht viel Geld zum Leben braucht und auch gut mal auf Zivilisation verzichten kann, ist der Beruf des Tierfilmers sicher einen Gedanken wert.





zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen