Wissen : Tiere im Reich der Träume

Wie schlafen, Affen, Hunde, Waschbären und Pferde?

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10. Juni 2018, 19:26 Uhr

Radim Beznoska/ISIFA/dpa
 

Die Kuschler

Viele Menschenaffen suchen sich einen gemütlichen und sicheren Ort. Dort bauen sie sich Nester zum Schlafen. Gorillas zum Beispiel bauen ihre Nester mit Zweigen von Büschen und anderen Pflanzen, am Boden oder in Bäumen. Jeden Abend bauen sie ein neues Nest. Babys schlafen im Nest der Mutter.

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Doch nicht alle Affen schlafen so. Paviane zum Beispiel sitzen meist beim Schlafen. Das heißt aber nicht, dass sie dabei nicht kuscheln. Damit sie sicher ruhen können, ziehen sie sich auf teils sehr steile Felsen und Bäume zurück.

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Die Aufrechten

Pferde können auch im Stehen schlafen. Schwer zu sagen, wie gemütlich das für sie ist. Allerdings sind Pferde in dieser Schlaf-Position nicht im Tiefschlaf. Sie wachen leicht auf, etwa bei Geräuschen. Als Fluchttiere sind sie es gewohnt, schnell davonzugaloppieren, wenn Gefahr droht. Doch auch im Stehen erholen sich Pferde. Für einen tiefen Schlaf aber legen auch sie sich auf den Boden.

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Die Nachtschwärmer

Menschen schlafen vor allem nachts. Für viele Tiere ist das aber die Zeit, in der sie aktiv sind. Bei Hamstern und Waschbären ist das zum Beispiel der Fall. Sie ruhen dafür eher tagsüber.

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Die Traumjäger

Und wie sieht es eigentlich mit dem Träumen aus? Wer einen Hund hat, kennt das gut: Gerade lag das Tier noch friedlich schlummernd da. Plötzlich fängt es an, zu zucken und wild mit den Beinen zu rudern.

Man könnte meinen, der Hund träumt von wilden Jagden. Und so ist das wohl auch. Zwar hat noch kein Hund von seinen Träumen erzählt. Doch Hunde schlafen nach einem ganz ähnlichen Muster wie wir Menschen. Hierzu haben Wissenschaftler die Gehirnströme von Menschen und Tieren gemessen. Sie fanden heraus: Im Schlaf erleben wir verschiedene Schlafphasen: Mal schlafen wir leichter, mal tiefer. Träume erleben wir während einer ganz bestimmten Stufe. Es ist dieselbe, in der sich Hunde im Schlaf wild bewegen. Auch Affen und Katzen können offenbar träumen, nehmen Tier-Forscher an.

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Die Halbwachen

Wale sind keine Fische. Sie sind Säugetiere und haben damit wie alle Tiere ihrer Klasse Lungen statt Kiemen. Fische können mithilfe ihrer Kiemen unter Wasser atmen. Wale hingegen halten unter Wasser die Luft an. Zum Atmen tauchen sie auf. Aber heißt das, dass Wale ertrinken, wenn sie das Auftauchen verschlafen? Nein. Die meisten Wale wie Delfine zum Beispiel schlafen im sogenannten Halb-Seiten-Schlaf. Das bedeutet: Sie schlafen abwechselnd mit nur einer Hälfte des Gehirns. Die andere ist wach und kann ans Auftauchen und Atmen denken. Wenn ein Delfin schläft, schließt er übrigens auch nur ein Auge.

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Die Wachsamen

Das Gehirn von Reptilien wie etwa von Schlangen funktioniert hingegen ganz anders. Sie scheinen die uns bekannten Schlaf-Phasen nicht zu durchwandern. Man könnte meinen, sie schlafen nie, denn sie schließen nie ihre Augen. Sie haben nämlich keine Augenlider. Dennoch kringeln sie sich ein und ruhen sich aus – sind aber schnell wieder ganz da, wenn sich etwas regt.

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