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Kindernachrichten

20. August 2017 | 03:04 Uhr

Technik : Tanzende Roboter

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Forscher tüfteln an ganz besonderen Maschinen: Sie können Treppen steigen und sollen sich möglichst menschenähnlich bewegen.

Peter Regier hat zwei kleine Roboter auf eine Tischplatte gestellt. Vor ihnen, etwa einen Meter entfernt, steht ein großer Computer-Bildschirm. „Can we start a new dance game?“, fragen die Roboter. Können wir ein neues Tanz-Spiel starten? „Yes“, sagt Peter Regier. Ja!

Die Musik beginnt zu dudeln und auf dem Bildschirm tauchen Zeichen auf: Pfeile, die nach rechts und links zeigen, nach oben, nach unten oder schräg zur Seite. Sie zeigen den Robotern an, welche Bewegungen sie machen sollen: Die Roboter gehen in die Hocke, heben den Arm oder schwingen die Hüfte hin und her.

„Unsere Roboter können aber noch mehr“, verrät Peter Regier (Foto). Er ist Forscher in der Stadt Bonn im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Peter Regier tüftelt dort an humanoiden Robotern. „Das sind Roboter, die sich möglichst menschenähnlich bewegen sollen“, sagt der Experte. Deshalb haben sie meist zwei Arme, zwei Beine und eine Art Hand zum Greifen.

Peter Regier stellt einen der Roboter vor eine Treppe mit drei Stufen. Der Roboter mit dem roten Kopfteil hat einen Spitznamen: Glados. So heißt ein Roboter in einem bekannten Computerspiel.

Der Fachmann startet das nächste Programm und schon legt Glados los: Er steigt die Treppen hoch. Vorne an seinen Füßen hat der Roboter Sensoren. Sie heißen Bumper (gesprochen: Bamper). Mit ihrer Hilfe kann er seine Umgebung und Hindernisse wahrnehmen. Außerdem hat der Roboter besondere Kameras. Sie sitzen dort, wo wir Menschen unsere Augen haben. Mit den Sensoren und den Kameras erkennt Glados, wann die nächste Treppenstufe ansteht.

Allerdings sieht der Roboter nicht wirklich die Stufe. Das, was er mit der Kamera aufnimmt, wird in Daten und Zahlen umgerechnet und von einem Computer-Programm verarbeitet.

Oben angekommen reckt Glados die Arme in die Höhe und sagt: „I made it.“ Ich habe es geschafft! Damit die Roboter die Treppen hochsteigen können, brauchen sie ein spezielles Computer-Programm. Das wird von Forschern wie Peter Regier entwickelt. Zuerst überlegt sich der Fachmann, welche Aufgabe der Roboter erledigen soll. Zum Beispiel: Treppen hochlaufen. Dann fängt er an, ein Computer-Programm zu schreiben. Das kann manchmal mehrere Monate dauern.

Anschließend wird das Programm getestet. Aber nicht sofort mit dem Roboter, sondern erstmal am Computer.

Und dann kommt der große Moment: Macht die Maschine tatsächlich, was der Forscher wollte? „Meistens klappt es nicht sofort“, verrät Peter Regier und lacht. Aber dann läuft der Roboter irgendwann die Treppe hoch.

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erstellt am 02.Apr.2016 | 05:47 Uhr

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