zur Navigation springen

Weihnachten international: Schweden : Tanz um den Tannenbaum

vom

Annes Bruder Jan-Eike feiert sein Weihnachtsfest in Schweden.

Stockholm | Hallo, ich bin Jan-Eike. Dieses Jahr wird Weihnachten für mich besonders aufregend. Zum ersten Mal feiere ich nicht zu Hause, sondern in Stockholm, der Hauptstadt Schwedens.

Hier in Schweden heißt Weihnachten "Jul". Vor dem Fest gibt es auch in schwedischen Häusern viel vorzubereiten. Damit die Menschen all die Erledigungen rechtzeitig schaffen, helfen ihnen kleine Hauskobolde, die "Tomte", so zumindest glauben viele Schweden. Zum Dank für die heimliche aber tatkräftige Hilfe stellen ihnen die Menschen an Heiligabend eine kleine Schüssel gefüllt mit süßem Reisbrei hin.

Am Tag vor Weihnachten wird der Tannenbaum festlich geschmückt. Oben auf seiner Spitze strahlt ein Stern. Vor dem Baum wird der Julbock, ein Ziegenbock aus Stroh, aufgestellt, der böse Geister vom Baum fernhalten soll.

Am Tag des 24. Dezember besuchen die meisten Schweden ihre Verwandten und Freunde. Zusammen schauen sie dann um 15 Uhr im Fernsehen "Weihnachten mit Donald Duck". Das gehört einfach dazu.

Dann gibt es das Weihnachtsessen, das "Julbord". Da isst man marinierten Hering, verschiedene Fleischgerichte wie zum Beispiel den "Jul skinka", der Weihnachtsschinken, Rotkohl, Reispudding, Käse und Brot.

Dann tanzt die ganze Familie um den Weihnachtsbaum und singt Lieder. Danach beginnt endlich die Bescherung. Die Geschenke werden übrigens von drei Kobolden gebracht. Die Kobolde heißen Tomtebisse, Tomte und Nisse. Sie sind ganz in rot gekleidet und kommen mit ihrem voll bepackten Rentierschlitten aus Lappland oder vom Nordpol durch den Himmel zu den Menschen geflogen. Während die Familien ihre Geschenke auspacken, ruhen sie sich ein wenig aus und stärken sich mit der bereitgestellten Reisgrütze. Aber nun erstmal: "God Jul!"

zur Startseite

von
erstellt am 22.Dez.2009 | 07:38 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen