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Anschlag : Täter mit ihrer Handschrift finden

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 13.Apr.2017 | 01:45 Uhr

Zwei Briefe hat die Polizei gefunden. In beiden geht es um ein Ereignis vom Dienstagabend. Die Fußball-Mannschaft von Borussia Dortmund wollte an dem Abend gerade mit ihrem Bus zum Spiel fahren, als es ganz in der Nähe drei Explosionen gab. Ein Fußballer und ein Polizist wurden verletzt.

Wer das war, weiß die Polizei noch nicht sicher. Doch sie hat die Briefe! Der eine Brief lag in der Nähe des Busses, den anderen fand die Polizei im Internet. In den Briefen schreiben Leute, dass sie die Täter sind und warum sie das getan haben. Solche Briefe tauchen nach einem Verbrechen öfter auf. Denn oft wollen die Täter, dass jeder weiß, warum sie das Verbrechen begangen haben. Die Briefe nennt man auch Bekenner-Schreiben.

Die Polizei muss bei Bekenner-Schreiben zuerst klären: Kommt das Schreiben wirklich von den Tätern? Echte Schreiben können Hinweise auf die Täter liefern. Beschreibt der Autor zum Beispiel etwas, was nur der Täter wissen kann, ist das ein Zeichen: Der Brief könnte echt sein. Aber manchmal fälschen Leute auch Bekenner-Schreiben, etwa weil sie Aufmerksamkeit wollen. Ihren Namen benutzen die Schreiber dabei selten. Sonst wären sie leicht zu finden.

Die Polizei prüft die Schreiben auf viele Einzelheiten. Sie suchen nach der Handschrift des Schreibers. Damit meinen sie nicht nur seine Schrift auf dem Papier. Zur Handschrift gehört in diesem Fall zum Beispiel, wann und wo das Schreiben aufgetaucht ist.

Ist der Brief auf Papier geschrieben, sucht die Polizei außerdem nach Fingerabdrücken. Auch Rechtschreibfehler könnten etwas über die Herkunft des Täters verraten – und so vielleicht zu ihm führen.

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