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Politik : Streit in der Nachbarschaft

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 07.Jun.2017 | 18:13 Uhr

Von diesem Land hast du vielleicht schon mal gehört: Katar. Es liegt im Nahen Osten, also in einer Region östlich des Mittelmeeres. In fünf Jahren soll dort die Fußball-WM stattfinden.

Im Moment reden wieder viele Menschen über das Land. Doch dieses Mal geht es nicht um neue Fußball-Stadien. Es geht um einen Streit zwischen Katar und anderen Ländern in der Region: Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Ägypten und Jemen. Diese fünf Länder haben den diplomatischen Kontakt zu Katar abgebrochen. Das bedeutet, dass die Regierungen der Länder offiziell nicht mehr miteinander reden.

Außerdem schloss der Haupt-Nachbar Saudi-Arabien seine Grenze zu Katar. Das Problem: So können kaum noch Lebensmittel in das kleine Land gebracht werden. Die braucht Katar aber, weil es selbst nicht genug produziert.

Doch warum das alles? „Die Länder behaupten, dass Katar Terror-Gruppen unterstützt“, erklärt Politik-Experte Sebastian Sons. Das Land Saudi-Arabien fühlt sich durch einige dieser Gruppen bedroht. Andere sagen aber: Auch Saudi-Arabien unterstützt Terroristen.

Hinzu kommt: Saudi-Arabien und den anderen Ländern gefällt nicht, dass Katar gut mit dem Land Iran zurechtkommt. Der Iran hat seit langem Streit mit Ländern wie Saudi-Arabien. Für Katar ist eine gute Beziehung zum Iran aber wichtig. Beide fördern etwa auf dem gleichen Gebiet Gas und verdienen damit Geld.

Sebastian Sons hofft, dass sich die Länder doch noch einmal zusammensetzten und einen Kompromiss in dem Streit finden.

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